Zwei weitere US-Bundesstaaten legalisieren Cannabis als Medizin

Am 18. Juli unterschrieb Gouverneurin Maggie Hassan ein Gesetz, welches es schwer kranken Bürgern des US-Bundesstaates New Hampshire erlaubt, Cannabis zur Behandlung ihrer Erkrankungen zu verwenden. “Es ist die fürsorgliche und richtige Politik des Staates New Hampshire, Ärzten zu erlauben, ihren Patienten durch die Verwendung von angemessen reguliertem und verteiltem medizinischen Marihuana Linderung zu verschaffen, und dieses Gesetz stellt sicher, dass wir diese Politik auf die richtige Art und Weise betreiben, mit Maßnahmen, die dem Missbrauch vorbeugen”, erklärte Hassan. Das Gesetz erlaubt Patienten mit Krebs und anderen Krankheiten, bis zu zwei Unzen (etwa 56 Gramm) Cannabis aus nicht profitorientierten Verteilungsstellen zu erhalten. Um sich für medizinisches Cannabis zu qualifizieren, müssen Bewohner von New Hampshire für mindestens 90 Tage Patient des verschreibenden Arztes sein und bereits andere Medikamente erfolglos ausprobiert haben. Das Gesetz trat mit Hassans Unterschrift in Kraft – die Umsetzung könnte jedoch noch bis zu zwei Jahre dauern. Immerhin verlangt das Gesetz die möglichst schnelle Einsetzung einer Kommission, die das neue System umsetzen soll.

Knapp zwei Wochen später wurde dann auch in Illinois ein Gesetz unterzeichnet, welches die Verwendung von Cannabis für medizinische Zwecke erlaubt. Mit der Unterschrift von Gouverneur Pat Quinn wurde am 1. August nun auch Illinois die medizinische Verwendung von Cannabis erlaubt. Das Gesetz erlaubt Patienten mit einer von 35 Erkrankungen (wie Krebs, Parkinson-Krankheit oder Multiple Sklerose) die Verwendung von Cannabis – insofern diese durch einen Arzt aus Illinois empfohlen wurde. Dann dürfen Patienten alle zwei Wochen maximal 2,5 Unzen (70 Gramm) Cannabis erwerben, welches in Illinois angebaut wurde. Damit sind New Hampshire und Illinois die US-Bundesstaaten Nummer 19 und 20, die medizinisches Cannabis legalisiert haben.