Zucht bevorzugt

Nach einer Untersuchung des Kings College zieht der größte Teil der Londoner Konsumenten das natürliche Marihuana synthetischen Cannabinoiden vor. Dieses Forschungsergebnis wurde in der wichtigen Fachzeitschrift Drug and Alcohol Dependence veröffentlicht. Die Forscher hatten etwa 15.000 Testpersonen nach ihren Konsumvorlieben befragt und herausgefunden, dass 99 % der KonsumentInnen von synthetischem Cannabis in der jüngeren Vergangenheit auch natürliches Marihuana konsumiert hatten. Die Publikation stellt die Behauptung auf, dass 93 % von ihnen das natürliche Marihuana bevorzugten, weil sie seine Wirkung als angenehmer beurteilten und es nach dem Gebrauch die Körperfunktionen weniger beeinträchtige. Demgegenüber berichteten die KonsumentInnen synthetischer Varianten von einer kürzeren Wirkung und dem schnelleren Erreichen des “brain high”, wozu sich in vielen Fällen zahlreiche negative Erfahrungen gesellten, beispielsweise Paranoia und Kater. Die Studie schließt mit dem Ergebnis, dass natürliches Cannabis hinsichtlich seiner Wirkung über ein günstigeres Profil verfüge und bestärkt die vorherige Feststellung, wonach der Gebrauch von Marihuana kaum so gefährlich sei wie der von synthetisch erzeugten Cannabinoiden.