Weiterer Beweis für krebshemmende Wirkung Mar18

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Weiterer Beweis für krebshemmende Wirkung

Laut einer Studie chinesischer ForscherInnen könnten die Bestandteile des Cannabis eine wirksame Waffe gegen eine der gefährlichsten Erscheinungsformen des Leberkrebses sein. Das sogenannte Hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist eine weitverbreitete Form des Leberkrebses, die besonders bei Männern über 50 Jahren auftritt. Sie macht 75 Prozent aller Leberkrebsfälle aus und bildet keine Metastasen außerhalb der Leber. Auslöser können Schädigungen der Leber sein – unter anderem die Leberzirrhose, verursacht durch unmäßigen Alkoholkonsum –, Immunkrankheiten der Leber beziehungsweise die Viren Hepatitis B und C. Zurzeit gibt es kaum Therapie-methoden für diese Krankheit, einer aktuellen Publikation zufolge könnte jedoch in Zukunft eine Cannabinoidtherapie eine wirksame Behandlungsmethode darstellen. In ihren Experimenten brachten die chinesischen ForscherInnen das synthetische Cannabinoid WIN55,212-2 an die geschädigten Zellen und fanden heraus, dass es das Wachstum des HCC blockiert und die Leber widerstandsfähiger macht. Nach Meinung der ForscherInnen bieten die Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten wie das Cannabinoid WIN55,212-2 bzw. die Wirkstoffe des Cannabis in Zukunft neue Therapien für die Behandlung von Leberkrebs.

Wie bei vielen Krebserkrankungen ist auch beim Leberkrebs die Anwendung von Cannabis in der Vergangenheit schon in Erwägung gezogen worden. Ein Fall steht in Verbindung mit dem Namen Michael Cutler. Bei ihm kehrte drei Jahre nach einer Lebertransplantation die Krankheit so vehement wieder, dass die Ärzte keine Therapie mehr anwenden konnten und ihm Morphium verschrieben, um ihm die letzte Phase seines Lebens zu erleichtern. In seiner Verbitterung fand er bei der Suche im Internet ein Cannabisöl, das seinem Bericht zufolge schon nach wenigen Tagen die bisher unerträglichen Schmerzen beseitigte. Nach wenigen Monaten der Anwendung bildeten sich die Krebszellen sogar zurück. Obwohl man persönliche Berichte immer mit Vorsicht genießen muss, ist es gut möglich, dass die Medizin bald eine Erklärung für diese wundersame Heilung anbieten kann.