Was wissen wir über medizinisches Cannabis?

How to regulate cannabis in Britain?Kein Thema im Zusammenhang mit Cannabis zieht weitere Kreise als seine medizinische Verwendung. Für viele ist es ein Allheilmittel, während andere meinen, diese Auffassung entspringe bekifften Köpfen. Die britische Organisation Cannabis Law Reform (CLEAR) versucht in ihrer neuesten Publikation Klarheit darüber zu schaffen. Das Ziel des Anfang April erschienenen Berichts „Medical Cannabis: The Evidence” ist es, mit dem Vergleich von Ergebnissen aktueller und überprüfter Untersuchungen Nachweise für die medizinische Anwendbarkeit von Cannabis zu liefern. Die Veröffentlichung präsentiert mittels einer Menge gesichteter Publikationen die Breitenwirkung des Cannabis und die Bedingungen für seine sichere Anwendung. Der Bericht hebt fünf Therapiegebiete hervor, in denen die Nachweise am deutlichsten sind: Alzheimer, Krebs, chronische Schmerzen, Morbus Crohn und Multiple Sklerose. „Diese Untersuchung räumt ein für alle Mal mit dem Mythos auf, dass Cannabis keinen nachgewiesenen Wert hat“, erklärte der Autor des Berichts, Peter Reynolds. „Dutzende von Belegen ausgezeichneter Qualität aus verschiedenen Quellen gibt es, unter ihnen klinische Untersuchungen mit Blindstudien und Placebotests stehen zur Verfügung. Wer sich das anschaut, kann nicht mehr zweifeln. Es ist ein Heilmittel, das Leben rettet, weniger gefährlich ist als die Produkte der Pharmaindustrie und mit weniger unangenehmen Nebenwirkungen Patienten Hilfe bei Schmerzen und verschiedenen anderen Symptomen bietet. Dringend muss den Ärzten die Möglichkeit zur Verschreibung gegeben werden und man muss sie über die Anwendung der Pharmaprodukte auf Cannabisbasis fortbilden.“ Der Bericht kann auf der Webseite www.clear.uk.org heruntergeladen werden, wo man sich online auch in die Diskussion einschalten kann.