THC-Universität in Colorado

Nur kurze Zeit nach der Legalisierung in den beiden US-Staaten wurde im Dezember die Eröffnung einer THC-University in Denver, Colorado, bekannt gegeben. Deren primäres Ziel ist die Weitergabe von Züchterwissen, gleichermaßen für therapeutische wie für rekreative KonsumentInnen.

Die Universität wurde von dem 24-jährigen Unternehmer Matt Jones gegründet, der vorläufig einige Vorlesungsräume in der Auraria High School in Denver angemietet hat. Die Ausbildung bietet den Studenten B.A.- und M.A.-Diplome – damit können sie dann den enthusiastischen Züchtern der Zukunft ihre Hilfe anbieten.

Trotz Obamas Aussage “Es kann für uns keine Priorität haben, in den Staaten, die legalisiert haben, den Konsumenten nachzustellen”, ist nach Meinung von Jones in diesen beiden Staaten der häusliche Anbau die sicherste Lösung. Der junge Institutsgründer ging auch auf den Anbau für den Eigenbedarf ein, den er als Hobby bezeichnet, dessen Endergebnis jeden Gärtner mit der Blütenqualität seiner Lieblingspflanze belohne. Anders als beim Kauf auf der Straße könne der Züchter selbst entscheiden, ob er seine Pflanzen in Erde, Hydrokultur oder mit organischen Methoden ziehen will. In Colorado sei zwar das Marihuana legalisiert, aber dessen Handel noch nicht freigegeben, deshalb sei das Züchten die beste Lösung, behauptet Jones. Die Universität stellt außer dem Wissen auch die nötige Ausrüstung zur Verfügung. In Zukunft sollen – so hofft der Universitätsgründer – auch Samen und Pflanzen angeboten werden. Ziel sei es, bei den Bürgern von Colorado das Interesse für die Zucht zu wecken und ihnen beizubringen, wie man dies sicher und legal, auf vergnügliche, bequeme und umweltfreundliche Art tun könne. Es sei geplant, dass die ausgebildeten GärtnerInnen ihr Züchterwissen wöchentlich eine Stunde lang auch in mehreren anderen Städten Colorados lehren.