SilkRoad 3.0 am Start

SilkRoad 3.0 am StartEs scheint das Schicksal der populärsten Online-Drogenmarktseiten zu sein, nicht über die Nullversion hinauszukommen. Ein Jahr nach SilkRoad 1.0 ließ der Geheimdienst nun 2.0 auffliegen und verhaftete siebzehn Personen, darunter angeblich auch den Betreiber. Der Vorfall erschütterte das Deep Net dermaßen, dass der Nachfolger der Webseite bereits am Start ist. Selbst der Leiter des Zentrums für Cyberkriminalität der Europol, das an der Aktion beteiligt war, räumte ein, dass sich der Schwarzhandel im Internet bald wieder eine neue Bahn brechen wird, sodass er wahrscheinlich nicht überrascht war, nach nur wenigen Stunden den Drogen- und Waffenhandel auf der Seite von SilkRoad 3.0 verfolgen zu können. Insidern zufolge zersplitterte durch die Aktion auch der Markt, was den Händlern zugutekommt, denn damit wird es noch schwieriger, ihnen auf die Spur zu kommen, und die Polizei kann keine Schlüsselfiguren vorweisen. Die Händler versorgen schon eine Weile alle, die nicht in die Tiefen des World Wide Web hinabsteigen wollen, und verbringen ihre Zeit regelmäßig in sozialen Netzwerken. Heutzutage ist es ein Kinderspiel, durch eine
Bildersuche mit Hashtags Dealer zu finden, bei denen man anonym alles von der breiten Drogenpalette bestellen kann. Solange die Welt sich dreht, wird es Dealer geben, und ihren Markt kann man scheinbar nur mit einer vernünftigen Drogenregulierung in den Griff bekommen.