Serious-Seeds-Sortenporträt

CBD-Chronic heilt: Die grüne Medizinfabrik

Dass Serious Seeds aus den Niederlanden nun auch eine CBD-Sorte im Sortiment hat, ist nicht nur eine logische Folge der Tatsache, dass diese Qualitätssamenbank von Anfang an die Medizinalhanfbewegung unterstützt hat. Dieser Umstand hat auch eine ganz persönliche Note: Serious-Züchter Simon spürte die heilende Wirkung des CBD am eigenen Leibe. Nach einem schweren Unfall mit diversen Knochenbrüchen half ihm dieses ungemein wertvolle Cannabinoid bei seiner Genesung. Diese persönliche Erfahrung deckte sich mit den positiven Berichten vieler PatientInnen, die auch Serious-KundInnen waren und sich von Simon eine neue Serious-Sorte mit einem stabil hohen CBD-Gehalt wünschten.

Und so beschloss er, sein Sortiment um eine neue Kategorie von Sorten zu erweitern: „Seriously Medical“, die neue, stark CBD-haltige Sortenlinie von Serious Seeds. CBD-Chronic ist die erste Sorte dieser neuen Serious-Linie und wurde in enger Zusammenarbeit mit Shantibaba von der CBD-Crew in Spanien entwickelt. Das Ziel dieses Projekts war es, eine stabile CBD-Sorte zu kreieren, die ein THC/CBD-Verhältnis von 1:1 aufweist und überdurchschnittliche Erträge liefert, sodass MedizinalhanfpatientInnen bzw. deren BetreuerInnen in der Lage sind, sehr große Mengen an CBD-Medizinalhanf zu produzieren, was die Herstellung von Extrakten, Lotionen etc. vereinfacht.

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Diese Vorgaben wurden laut Serious Seeds erfüllt und mit CBD-Chronic gar ein „Meilenstein“ erreicht: Nach der Entwicklung dieses Strains in Spanien wurden zehn Proben von einem Labor getestet, und alle zehn wiesen das gewünschte 1:1-Verhältnis von THC zu CBD auf (natürlich nicht 100%ig genau – im Durchschnitt 5,4 % THC : 5,8 % CBD). Die Pflanze mit den höchsten Werten wurde auf 7,88 % THC : 6,93 % CBD getestet. Alle Pflanzen lieferten die für die Chronic typischen Hochleistungserträge. Mit Serious Seeds in Kontakt stehende PatientInnen berichteten, dass sie mit CBD-Chronic Erfolge bei der Behandlung von Multipler Sklerose, Epilepsie, Tourette-Syndrom, Glaukomen und Arthritis erzielen konnten.

CBD-Chronic ähnelt der originalen Indica/Sativa-Ausgangssorte Chronic sehr und ist äußerlich nicht von ihr zu unterscheiden. Denn sie hat deren Markenzeichen – fette Erträge von bis zu 600g/m2 sowie einen honigsüßen, an Wildblumen erinnernden Duft – in Reinkultur geerbt. CBD-Chronic lässt sich leicht anbauen und klonieren. Unter natürlichem Licht tritt die Reife Mitte bis Ende Oktober ein. Serious Seeds empfiehlt, aus Samen gezogene Pflanzen indoors vier bis fünf Wochen in der vegetativen Phase zu belassen. Die anschließende Blüte dauert 56 bis 63 Tage.

cbd-chronic_pl1_18_copyright-by-gbi-2016Für The Doc war es natürlich ein ganz besonderes Gefühl, die erste CBD-Sorte von Serious Seeds zu testen. Da er die Planung seines nächsten Grows schon abgeschlossen hatte, als er die feminisierten CBD-Chronic-Samen erhielt, konnte er nur noch zwei von ihnen unterbringen. Beide Seeds keimten wie von Serious gewohnt hervorragend, nach weniger als drei Tagen steckten sie ihre Köpfchen durch die Erdoberfläche und standen kaum einen Tag später wie eine Eins. Weil The Doc bei diesem Durchgang ein Experiment wagen wollte, ließ er die Pflanzen diesmal nur eine Woche in der vegetativen Phase bei täglich 18 Stunden Licht, statt wie sonst drei bis vier Wochen. Der Grund: Seitdem er mit den LED-Modulen vom Typ S4W von SANlight arbeitet, wachsen seine Plants wie wahnsinnig, werden in der vegetativen Phase deutlich größer als unter Hochdrucknatriumdampflampen und legen auch in den ersten Blütewochen noch gewaltig zu. Dazu muss man sagen, dass sein Set-up mit zwölf S4W-Modulen (12×140 = 1.680 Watt) auf knapp drei Quadratmetern lichttechnisch auch extrem fett ist. Deswegen wollte er ausprobieren, ob er mit einer drastisch verkürzten Wachstumsphase unter den S4Ws womöglich ähnliche Endgrößen würde erreichen können wie mit der gewohnt langen Wachstumsphase unter HPS. Als The Doc also bereits eine Woche nach der Keimung den Lichtzyklus auf Blüte (12/12) schaltete, waren die beiden CBD-Chronic-Plants natürlich noch sehr klein. Doch in den ersten Wochen nach der Lichtumstellung schossen sie tatsächlich mächtig empor, besonders eine der beiden Pflanzen. Aber sie wuchsen nicht nur stark in die Höhe, sondern auch in die Breite, und bildeten eine Vielzahl von Seitentrieben aus. Es dauerte wegen der sehr kurzen Wachstumsphase naturgemäß etwas länger, bis sich die ersten Blüten zeigten, dies war nach gut zwei Wochen der Fall. Das starke Streckungswachstum hielt volle vier Wochen an und gleichzeitig kam auch die Blüte ordentlich in Schwung. Schon bald war erkennbar, dass hier die berühmte „Chronic-Bud-Fabrik“ am Werk war, denn der Blütenausstoß wurde im Verlaufe der Blüte immer gewaltiger – CBD-Chronic erwies sich als wahres Blüten-Kraftwerk, das auf Hochtouren lief.

cbd-chronic_pl1_08_copyright-by-gbi-2016The Doc war verblüfft, wie groß die Pflanzen noch wurden, vor allem eine von ihnen. Am Ende der Blütephase standen Höhen von 55 und 80 cm zu Buche. Die kleinere Pflanze war ungeheuer kompakt und mit riesengroßen Side-Buds ausgestattet, die jeweils auch als Head-Bud eine gute Figur gemacht hätten. Natürlich war der Head-Bud nochmal eine Nummer größer. Aber auch die größere Pflanze flashte The Doc gewaltig, denn um einen steil herausragenden eindrucksvollen Head-Bud gruppierten sich hier stattliche Side-Buds in rauen Mengen. Bei beiden Pflanzen war The Doc sich sicher, dass sie sehr reichliche Erträge abwerfen würden, die nicht hinter seinem gewohnten Niveau zurückstehen würden. Die Blütedauer betrug 62 und 67 Tage, wobei die leichte Überschreitung der offiziellen Blütezeit von 56 bis 63 Tagen im zweiten Fall wohl an der äußerst kurzen Wachstumsphase und der dadurch bedingt leicht verzögert einsetzenden Blüte lag.

Die Buds zeigten die Chronic-typische Struktur: Sie waren voluminös, blütenreich und auch sehr harzig, sogar die Stiele von aus den Buds herausragenden größeren Blättern waren dicht mit Trichomen besetzt! The Doc: „Es ist äußerlich tatsächlich kein Unterschied zur regulären Chronic-Sorte erkennbar. Wunderbare Buds, die auch fantastisch süß, duften und – wie man es von Chronic erwartet – an Wildhonig erinnern, würzig-süß und überhaupt nicht scharf riechen.“

Im getrockneten Zustand brachten die Buds der kleineren und der großen Pflanze 87 bzw. 98 Gramm auf die Waage, was sich – wie von The Doc vermutet – auf gewohnt hohem Ertragslevel befand. Sodass klar war: Das Experiment mit lediglich einer Woche Wachstum war vollauf geglückt. Die getrockneten Buds rochen unverändert honigsüß und ließen The Doc frohlocken: „So lass ich mir meine Medizin gern schmecken!“

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Für den CBD-Chronic-Konsumtest lud er sich zwei befreundete Medizinalhanfpatienten ein. Der eine leidet an Alters-ADHS (ja, auch Erwachsene können von ADHS betroffen sein), der andere an Arthritis-bedingten chronischen Schmerzen in den Knien. Kurz zuvor hatte er noch einige Treppen steigen müssen und hatte daher akute Schmerzen. „Ha, Chronic für chronische Schmerzen – das sollte ja gut passen“, scherzte er und setzte den dampfbefüllten Ballon an seine Lippen. Nach einigen Minuten spürte er, wie das Stechen in seinen Knien anfing nachzulassen, und nach ungefähr einer Viertelstunde war es so gut wie weg. Dazu spürte er einen mentalen Entspannungseffekt, der moderate THC-Gehalt von CBD-Chronic bewirkte in Kombination mit dem CBD ein nettes kleines High, das innere Ruhe und Ausgeglichenheit schenkte. Genau das erhoffte sich auch der ADHS-Patient von CBD-Chronic, als er ebenfalls ein halbes Gramm verdampfte. Dieser Patient leidet nach eigenem Bekunden unter permanentem „Kopfkino“ und hat mit Cannabis seine Medikinet-Einnahmen deutlich reduzieren können. Jüngst hatte er herausgefunden, dass stark CBD-haltiges Gras seine Symptome nochmal deutlich besser lindert als die stark THC-haltige Standardware. Für den CBD-Chronic-Test hatte er vorher ex-tra wenig Medizin eingenommen und sich „ziemlich neben der Kappe“ gefühlt. Nachdem er den Ballon geleert hatte, merkte er, wie das Kopfkino immer schwächer wurde … die Bildabfolgen, die sonst ständig zwanghaft in seinem Kopf heraufzogen und ihn stark ablenkten, wenn jemand etwas erzählte, verblassten und hörten schließlich komplett auf, sodass er sich gut auf sein Gegenüber konzentrieren und ganz entspannt kommunizieren konnte. „Es hat super funktioniert, CBD-Chronic sorgte wie erhofft für eine nachhaltige Dämpfung meines übermäßigen Neuronenfeuers und bescherte mir für ungefähr eine Stunde innere Balance.“

Auch geschmacklich sorgte CBD-Chronic für Begeisterung, denn die enorme geruchliche Süße dieser Sorte war auch nachhaltig schmeckbar und ließ The Doc und seine Freunde genüsslich mit der Zunge schnalzen. The Doc nutzt CBD-Gras nicht anwendungsspezifisch, sondern eher als allgemein gesundheitsförderndes Mittel, und war froh, sich mit der reichen CBD-Chronic-Ernte einen großen Vorrat davon zugelegt zu haben: „Echt Hammer, wie sehr CBD-Chronic der originalen Chronic entspricht, abgesehen vom THC-Gehalt natürlich. Man erhält hochwertigen Medizinalhanf en masse, und das auch noch mit einem köstlich süßen Aroma. Eine tolle Sache für Cannabispatienten und andere CBD-Fans: Mit diesen Pflanzen errichtet man in seinem Grow-Raum eine wahre grüne CBD-Medizinfabrik!“