Serious 6

Mission erfüllt: Ein neuer Serious-Stern ist geboren!

Endlich ist es soweit, im Frühjahr 2018 werden die regulären Samen der Sorte Serious 6 zum Verkauf freigegeben in allen Shops, nachdem sie zuvor nur auf der Serious-Seeds-Webseite erhältlich waren. Man kann wohl sagen, dass sie die am längsten erwartete Cannabissorte aller Zeiten ist, denn Simon, der Züchter von Serious Seeds, brauchte zehn geschlagene Jahre, um seine nächste – sechste – Sorte auf den Markt zu bringen: Serious 6. Ihr Erscheinen ist also fast schon ein historisches Ereignis, und die gesamte Cannabiswelt hält den Atem an, voller freudiger Erwartung. Weil jeder Grower verinnerlicht hat, dass Serious Seeds für außergewöhnlich hohe und verlässliche Sortenqualität steht, und Simons Weniger-ist-mehr-Philosophie in Hinblick auf die Anzahl der Sorten in seinem Portfolio wohlbekannt und hochgeschätzt ist. Seine sehr strengen Sortenzüchtungskriterien sind unerreicht, kein anderer Züchter stellt solch hohe Anforderungen an die Entwicklung einer neuen Sorte. Und deshalb sollte auch die Mission der Erschaffung von Serious 6 ein weiteres Kapitel langer, harter Arbeit für Simon aufschlagen …

Denn es stellte sich heraus, dass dieses Züchtungsprojekt ein „zeitaufwändiger Selektions- und Kreuzungsprozess” sein sollte – Simon stand vor der Aufgabe, Genetik aus Kanada und Sativa-Landrassen aus Afrika miteinander zu kombinieren (Letztere stellen den Züchter oftmals vor vertrackte Schwierigkeiten, die Launen der Natur können unbarmherzig zuschlagen) und sie zu einer fein abgestimmten Sorte zu verschmelzen, die frühblühende und produktive, Sativa-dominante Pflanzen mit exzellenter Schimmelresistenz, einem hochindividuellen aromatischen Geruch und kristallklarem Up-High hervorbringt. Zudem verfügt Serious 6 über ein sehr seltenes weiteres Merkmal: Outdoors bringt ungefähr die Hälfte der blühenden Pflanzen wunderhübsche, auffällig rosafarbene Blütennarben hervor. Leider liegt es in ihrer biochemischen Natur, dass sie sich zur Reifezeit genau wie normale Narben braun verfärben. Aber die Grower lieben solche farbenprächtigen Blütenstände einfach, und Serious berichtet über Kunden, die gesagt hätten: „Hey, Mann, ich will diese genial aussehende Pflanze unbedingt in meinem Garten stehen haben!”

Dies umso mehr, weil Serious 6 über ein sehr hohes Blüten/Blätter-Verhältnis verfügt (sodass man die Ernteschere fast nicht braucht), sowie die Fähigkeit, erstaunliche Harzmengen zu produzieren, die das Harzpotenzial vieler anderer Outdoor-Sorten klar in den Schatten stellen. Und mit einer Reifezeit von Ende September (in holländischen Breitengraden) bei der Mehrzahl der Pflanzen ist sie eine der ersten Outdoor-Sorten, die in einer Freiluftsaison auf die Zielgerade gelangt. In Spanien reift Serious 6 dagegen tendenziell noch deutlich früher, ca. Mitte September oder gar noch eher. Ein weiteres besonderes Merkmal von Serious 6: Obwohl sie in erster Linie als Outdoor-Sorte gedacht ist, eignet sie sich auch hervorragend für Indoor-Kultivierung unter Kunstlicht und benötigt drinnen ungefähr acht Blütewochen bis zur Reife, was sie zu einer sehr vielseitig einsetzbaren Pflanze macht, die für viele verschiedene Grow-Szenarien eingesetzt werden kann.

Dieses herausragende botanische Profil zu kreieren, war nur eine der Aufgaben, die Simon zu erfüllen hatte – als er der Markteinführung von Serious 6 vor mehr als acht Jahren bereits sehr nahe war, nach dem Cannabis Cup 2009, konnte ein letzter Indoor-Test seine Erwartungen überraschenderweise nicht erfüllen. Er berichtet: „Ich ließ eine Gruppe von Indoor-Pflanzen sehr viel länger als empfohlen (über drei Wochen) blühen, und von diesen brachten zwei Exemplare eine oder zwei männliche Blüten hervor. Dies ist eine natürliche Reaktion einer Sinsemilla-Pflanze gegen Ende ihres Lebenszyklus, wenn sie ‚befürchtet‘, dass sie sterben wird, ohne Samen produziert zu haben, ohne zum Fortbestehen der Art beigetragen zu haben. Obwohl sich allgemein die meisten Cannabispflanzen so verhalten, weil es sich um einen Überlebensmechanismus handelt, der sich im Laufe der Evolution der Cannabispflanze als erfolgreich erwiesen hat, möchte ich keine Sorte auf den Markt bringen, die, sei es auch nur in geringstem Ausmaß, hermaphroditisch werden kann. So mussten wir also ganz zum Anfang zurückkehren und neuerlich eine Selektion geeigneter Elternpflanzen vornehmen und diese kombinieren.” Was am Ende bedeutete, dass das Serious-6-Züchtungsprojekt weitere drei Jahre fortgeführt werden musste, denn das Problem war folgendes: Outdoor-Pflanzen kann man nur einmal im Jahr testen. In den Sommerjahren 2010–2012 testete Simon also verschiedene neue Serious-6-Elternkombinationen, bis er schließlich die ultimative Verbindung fand, die alle Stresstests ohne Beanstandungen absolvierte.

Die Verkündung der Markteinführung von Serious 6 geht also mit einiger Erleichterung und einigem Stolz einher nach diesem langen und schwierigen Züchtungsprozess. GeschmacksliebhaberInnen werden sich über die neuartige Kombination von Aromen freuen, die Simon mit Serious 6 kreiert hat: „Der Geschmack scheint schichtartig aufgebaut zu sein, beispielsweise aus Zitrus- und Anisnoten bestehend“, aber diese komplexe, tiefgründige Sorte kann laut Serious Seeds auch noch weit komplexere Aromen produzieren. Simon und sein Team preisen ihre sechste Sorte als angenehm erfrischende Sativa-Alternative zu all jenen schweren Couchlock-Kushsorten, die gegenwärtig den Sortenmarkt dominieren. Und Serious 6 kommt mit breiter THC-Brust daher: Anlässlich der Spannabis 2013 wurde sie vom Canna-Labor auf 16,974 % THC getestet, 17 % also, womit Serious 6 die Sorte mit dem höchsten an diesem Tag getesteten THC-Gehalt war. Ihr High bewirkt einen feinsinnigen, inspirierenden Sativa-Kopfkick mit kristallklarem Flash, ihre energiegeladenen Vibrationen elektrisieren den Konsumenten und beflügeln die Kreativität und jegliche Art von Aktivtäten, gleich ob Tanzen, Kochen, Malen oder – Küssen …

Der Doc fühlte sich hochgeehrt, dass er auserwählt wurde, den allerersten Serious-6-Indoorgrow außerhalb der Züchtungsräume von Serious Seeds durchzuführen. Er erhielt fünf feminisierte Samen, die nach drei Tagen allesamt gesund und kräftig gekeimt waren. Der Doc pflanzte sie direkt in 11-Liter-Töpfe, befüllt mit Plagron Standard Mix plus 5 % Blähtonkugeln und Hornspänen. Das Wachstum der Pflanzen war von Anfang an exzellent, sehr wüchsig, mit vielen Seitentriebsansätzen, die alsbald aus den Nodien hervorsprossen. Gegen Ende der Wachstums-phase, nach drei Wochen, waren jedoch einige Unterschiede bei der Blattform und Höhe zutage getreten: Zwei der fünf Plants waren flachwüchsiger und kompakter als die anderen drei und produzierten auch breitere Blätter, hier hatte der geringe Indica-Anteil von Serious 6 also einen stärkeren Einfluss auf den Phänotyp.

Bereit drei Tage nachdem der Doc durch Verkürzung der täglichen Lichtperiode von 18/6 auf 12/12 die Blüte eingeleitet hatte, zeigten sich bei drei Pflanzen die ersten weiblichen Vorblüten, und zwei Tage später offenbarten auch die anderen zwei ihre weibliche Natur. Nach drei Blütewochen hatten alle fünf Pflanzen an den Spitzen und entlang der Zweige die ersten „Röschen“ produziert und streckten sich munter weiter. Eine Woche später war der Streckungseffekt dann zum Erliegen gekommen. Der Doc berichtet: „Die beiden verschiedenen Phänotypen haben sich nun sehr klar herausgebildet, es geht hier aber nur um die Höhe, das Blühmuster ist bei allen Plants identisch oder zumindest sehr ähnlich, es zeigt ein sehr hohes Blüten/Blätter-Verhältnis, zur Schau getragen von dichten Blütenclustern junger Kelche. Was bei mir aber besonders freudige Erregung auslöst, ist die Tatsache, dass zwei der Pflanzen in der oberen Blütenregion einige rosafarbene Narben gebildet haben! Wow, das hat mich echt überrascht, weil ich vermutet hatte, dass diese Farbgebung nur in kälterem Klima auftritt. Die Pflanzen verschwenden bei der Harzproduktion absolut keine Zeit, die jungen Blütenstände glitzern dank der ersten Lagen silbrig-weißer Trichome bereits hübsch.“

Nach sechs Blütewochen hatten die Serious-6-Buds in Sachen Volumen, Dichte und Harzigkeit heftig zugelegt. Und sie verströmten tatsächlich einen ungewöhnlichen, köstlich süßen Duft; wie von Simon beschrieben, roch der Doc klar definierte Zitrus- und Anisnoten heraus, was ihn begeisterte. Eine Woche später war er verblüfft über die eindrucksvolle Größe und Dicke der Buds: „Dies sind außergewöhnliche Dimensionen“, schwärmte er und bemerkte, dass die Pflanzen sich nun auf die Zielgerade begaben und wahrscheinlich nur noch ein bis zwei Wochen bis zur Reife haben würden. The Doc stellte indessen fest, dass Serious 6 offenbar keine allzu hohen Düngergaben mag und anfällig für Überdüngung ist – bereits bei den vom Doc verabreichten regulären Düngerdosierungen mit einem EC-Wert von 1,6–1,8 mS reagierten einige der Pflanzen mit leichten Blattschäden. Nichts Dramatisches, und die Buds selbst waren davon nicht betroffen, aber The Doc wird sich das für den nächsten Serious-6-Grow natürlich merken.

Wie vermutet, konnte er die ersten beiden Pflanzen nach acht Blütewochen ernten, und dies waren erwartungsgemäß die niedriger gewachsenen Plants mit mehr Indica-Einfluss, nur 75 und 90 cm hoch und sehr kompakt, von unten bis oben mit dicken und dichten, üppig mit Harz überzogenen Buds besetzt. Eine Woche später – es stellte sich also heraus, dass die Blütezeit von Serious 6 indoors auch acht bis neun Wochen betragen kann – folgten die verbliebenen drei Pflanzen, von denen das längste Exemplar (130 cm) den Doc stark an Kali Mist erinnerte. Die anderen beiden maßen 107 und 116 cm. Alle fünf Pflanzen hatten ein sehr hohes Blüten/Blätter-Verhältnis ausgebildet, unzählige kleine Kelche gruppierten sich eng zu großen festen Buds zusammen. The Doc war nicht überrascht, dass die harzigsten Serious-6-Buds nicht ganz oben an den Pflanzen saßen, sondern eher in der Mitte – ein Umstand, den er auch bei anderen Sorten schon oft erlebt hat. Jener hochindividuelle, komplexe süße Geruch, der bei allen Pflanzen identisch oder sehr ähnlich war, hatte am Ende große Intensität erlangt, und The Doc freute sich auf ein mutmaßlich entsprechend großartiges Geschmackserlebnis.

Er raste quasi durch die Erntearbeit, weil der geringe Blattbesatz der Buds nur hier und da einige Schnitte erforderte. Nachdem er seine heiß bewunderten Serious-6-Buds schonend getrocknet hatte, legte er sie auf die Waage, und seine hohen Erwartungen sollten erfüllt werden: Die fünf Plants hatten 82, 91, 96, 103 und 108 Gramm abgeworfen – was für ein sensationelles Indoor-Ergebnis für eine Sorte, die unter natürlichem Licht gezüchtet wurde! Zu Docs Überraschung waren einige der rosafarbenen Narben auch nach der Trocknung rosa geblieben. Das Beste sollte aber noch kommen … The Doc zündete sich feierlich seine allererste Serious-6-Tüte an. Es dauerte nicht lange, genauer gesagt, bis er einen Zug getan hatte, als sich ein stark kribbelnder Sativa-Flash in seinen Kopf beamte und dort eine energetisierende und euphorische Wirkung hervorrief. Je mehr Serious 6 er rauchte, desto revitalisierter, aktivierter und glücklicher fühlte sich The Doc, bis er sich dazu entschloss, den Hund spazieren zu führen. Davor hatte ihn der Konsum schweren Kush-Grases an diesem Tag faul und bequem gemacht … in seinem Fall wurde also genau das wahr, was Simon über Serious 6 sagt: dass ihre erfrischende Sativa-Power eine gute Alternative und offenkundig auch effektive „Heilung“ nach dem Konsum schwerer Kush-Sorten sei. Serious 6 schneidet mit Leichtigkeit quer durch die Kush-Trägheit und gibt dem Smoker seine Vitalität zurück. Dieser vom Doc hochgeschätzte aktivierende Sativa-Effekt dauerte etwa anderthalb Stunden an und verging dann allmählich. Trotz der teilweise gegebenen Unterschiedlichkeit im Phänotyp bewirkten die Buds aller fünf Pflanzen genau dieses energiegeladene Up-High. Gleichheit bestand auch beim Geschmack: The Doc genoss die sehr charismatische und aromatische Süße der Serious-6-Buds, die ihre Zitrus- und Anisnoten auch nach der Trocknung bewahrt hatten und einen wunderbar süßen und milden Flavour offenbarten, der von jenen beiden Aromen dominiert wurde und nach dem Inhalieren einige Zeit auf dem Gaumen verweilte.

„Was für eine geniale Sorte, Serious 6 war wirklich jedes einzelne Jahr des Wartens auf sie wert“, lobte The Doc. „Sie ist in jeder Hinsicht so besonders und lohnenswert, dass ich mich nur vor Simon verbeugen und meine Glückwünsche dazu aussprechen kann, dass er diese tolle sechste Serious-Sorte erschaffen hat. Sie ist zweifellos das neue schillernde Juwel in seinem Sortiment, nach dem wir uns alle gesehnt haben, ein neuer Stern ist geboren!“