Schall und Rauch – auf dem Weg nach oben Jul09

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Schall und Rauch – auf dem Weg nach oben

Ihre Geschäfte gehören zu den größten Head- & Growshops Österreichs und überzeugen ebenso durch Qualität wie durch Design – wir sprachen mit Raffael und Robin, den beiden Geschäftsführern von “Schall und Rauch”.

Medijuana: Wann und wie habt ihr mit “Schall & Rauch” angefangen?

Raffael: Robin und ich haben an unterschiedlichen Orten völlig unabhängig voneinander mit eigenen Shops begonnen – Robin 2007 in der Linzer Innenstadt und ich 2004 in Innsbruck. So liefen wir uns erst auf diversen Hanfmessen über den Weg und 2010 lernten wir uns dann in Linz besser kennen. Ich war inzwischen mit der “Sonnenallee” ins Industriegebiet von Innsbruck gezogen und glaubte – genauso wie Robin – daran, dass es Sinn macht, im Großraum Linz zu expandieren. Schnell war der Entschluss gefasst, unsere Kräfte zu bündeln und dieses Ziel gemeinsam zu verfolgen.

MED: Das scheint zu funktionieren – im letzten Jahr habt ihr im Linzer Hafengebiet eine riesige Filiale eröffnet. Warum eigentlich wieder so weit draußen?

Raffael: Das ist Bestandteil unseres Konzepts – keine Innenstadtlage, aber gute Autobahnanbindung. So finden auch Kunden aus anderen Städten und Regionen zu uns, denn der Weg lohnt sich. Hier gibt es auf 600 Quadratmetern Verkaufsfläche sehr viel zu entdecken und die Preise sind so günstig wie in Wien. Da nehmen manche Kunden auch gerne eine Stunde Anfahrtsweg in Kauf.

MED: Gibt es auch noch den kleinen, ursprünglichen Laden in der Linzer Innenstadt?

Robin: Ja, das eine ist “Schall & Rauch im Zentrum” und das andere “Schall & Rauch im Hafen” – das ist der große Laden und unser Hauptquartier, aus dem wir inzwischen alle drei Läden betreiben und hier in der Region versuchen, die Wiener Preise zu halten. Das gelingt uns nur, weil wir ähnlich groß dimensioniert sind.

MED: Auch euer Innsbrucker Shop “Sonnenallee” ist kürzlich umgezogen – wie kam es dazu?

Raffael: Das war nach zehn Jahren einfach eine günstige Gelegenheit, Einrichtung und Verkaufsfläche ganz neu zu gestalten – die Größe blieb mit 450 Quadratmetern weitgehend konstant, aber der aufgeräumte, helle und saubere Eindruck des Ladens entstand erst nach dem Umzug der “Sonnenallee” in das neue, nur 500 Meter entfernt liegende Gebäude im Innsbrucker Industriegebiet.

MED: Was sind die Hauptthemen und Käufergruppen, auf die ihr euren Fokus legt? Habt ihr für jedes Geschäft eine andere Ausrichtung?

Robin: Nein, wir versuchen überall möglichst alles anzubieten. Dabei sind unsere Hauptthemen natürlich der Head- & Grow-Bereich – zusätzlich führen wir eine große Auswahl an Hanfsamen, Fachliteratur, Textilien, Lebensmitteln und Kosmetika. In unserem Head-Bereich sind etwa 850 Bongs erhältlich, wir haben eine riesige Auswahl an Papers und im Grow-Bereich haben wir reichlich Ausstellungsfläche für Komplett-Sets, Hydro-Anlagen, Lüftungszubehör und so weiter …

Raffael: Wir sind einfach ein auf Endkunden spezialisierter Laden und so eingerichtet, dass alles gleich da ist und der Kunde gar nicht erst lange warten muss. Es sind hier reichlich kostenlose Parkplätze verfügbar und einen Lasten-Lift zum anonymen Verladen des Einkaufs haben wir auch.

MED: Viele Geschäfte haben inzwischen auch eigene Marken und Produkte – ihr auch?

Robin: Wir lassen bisher nur unsere eigene Blumenerde aus Weißtorf in verschiedenen Größen und Düngestufen regional produzieren – ansonsten gibt’s auch noch ein paar T-Shirts und Grinder von “Schall & Rauch” im Angebot. Aber das war’s auch schon in der Richtung. Unser nächster Schritt wird eher der Aufbau unseres Online-Handels sein.