Rückschritt in Spanien Aus für spanische Cannabis Clubs

Ende für ein Modell, das gut funktionierte: Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat entschieden, dass die Aktivitäten der Cannabis Clubs gegen das Bundesgesetz verstoßen und somit nicht ohne vorherige Änderung von den Regionalparlamenten reguliert werden könnten. Damit erleidet die seit 50 Jahren verfolgte Toleranzpolitik einen großen Rückschlag.

Kurz zusammengefasst wurden die Clubs deshalb wieder verboten, weil sie bisher nicht im Bundesgesetz vorkommen. Damit wird in Spanien eine neue Diskussion über eine realitätsnahe Cannabispolitik notwendig. Spanische Cannabis Clubs stellten ein gutes Modell dar, wie die Cannabisversorgung reguliert werden kann. Die Non-Profit-Clubs arbeiteten unter strengen Auflagen und gaben Cannabis nur an registrierte Mitglieder ab.

Im Vergleich zu den Amsterdamer Coffeeshops hoben sich Spaniens Cannabis Clubs preislich und qualitativ bei zugleich größerer Auswahl ab. Nur in Spanien konnte man so legal an Cannabis-Konzentrate zu vernünftigen Preisen kommen. Das Preisniveau für Blüten und Harz lag rund die Hälfte unter den Preisen auf niederländischen Coffeeshop-Menüs.

Einmal mehr ist somit ein Rückschritt in einem EU-Land zu beobachten, mit dem sicher mehr Probleme geschaffen als gelöst werden.