Pokémon Go unter Cannabiseinfluss

Viel zu oft beschließen die Leute, das Wochenende allein mit Kiffen auf der Couch sitzend zu verbringen. Ja, es ist schon mal schön, sich die Zeit zu nehmen und absolut nichts zu tun – zur Routine sollte das aber nicht werden. Vorurteile werden dadurch genährt – zum Beispiel jenes, dass alle CannabiskonsumentInnen faul sind. Also steht auf von der Couch und fangt ein paar Pokémon!

Das Smartphone-Spiel „Pokémon Go“ eröffnet KifferInnen eine leichtere Entscheidungsfindung zwischen Zu-Hause-Abhängen und Rausgehen-und-die-Natur-Erkunden. Ist es doch so, dass du nicht wissen kannst, welchem seltenen Pokémon du begegnen könntest, wenn du doch nur unterwegs wärst.

Aber aufgepasst, lasst euch nicht zu sehr von den Pokémon ablenken! Ein 30-Jähriger aus München wurde Opfer seiner Begeisterung für Pokémon Go. Um 6:20 Uhr, mit einem Joint in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand, stand er am Richard-Strauß-Brunnen und wollte die dortige Arena für sein Team einnehmen. Dabei muss er so in den Bann des Spiels gezogen worden sein, dass er nicht bemerkte, dass just in dem Moment eine Streife auf ihn zugeht. „Oh Shit“, sagte der Ertappte zu den Polizisten, „darf ich das noch schnell fertig machen?“

Und er ist nicht der Einzige, der die Aufmerksamkeit der Exekutive auf sich zog. In den USA ging ein Mann mitten in der Nacht auf die Jagd nach Pokémon. Im Park lernte er zwei Jugendliche kennen und tauschte sich mit ihnen über das Spiel aus. Plötzlich kam die Polizei. Für die drei Pokétrainer war es kein Einfaches, die Beamten davon zu überzeugen, dass sie nur spielen und nicht mit Drogen dealen. Auf reddit merkt der Mann an: „Es stellt sich also heraus, dass es anscheinend merkwürdig aussieht, wenn zwei etwa zwanzig Jahre alte schwarze Jungs mit einem vierzig Jahre alten Weißen um drei Uhr nachts in einem Park rumhängen.“