Natürlicher Opioidentzug

Glenn Price shows his personal medical cannabis is his new store in Winnipeg

Alle Proband/innen, die auf diese Art den Ausstieg schafften, hatten leichtere Entzugserscheinungen und eine höhere Chance, die Therapie erfolgreich zu beenden. 60 Personen nahmen an der Untersuchung teil, die Hälfte von ihnen bekam ein Placebo zur Begleitung der Therapie, die andere Hälfte Dronabinol – die synthetische Kopie des THC, des Wirkstoffes, der für die euphorisierende Wirkung des Cannabis verantwortlich ist. Die Patient/innen, die ihre Therapie mit THC ergänzten, berichteten über viel weniger Entzugserscheinungen als jene, die Placebos bekamen. Medizinische Beeinträchtigungen wie Schlaflosigkeit oder Beklemmungen traten bei jenen am seltensten auf, die später als ambulante Patient/innen den Aufbauprozess mit Grasrauchen ergänzten.

Die Untersuchung ist nicht die erste ihrer Art. Schon vorangegangene Forschungen bezeugen, dass Cannabis beim Entzug von Opiaten hilfreich ist. Neben der beruhigenden, krampflösenden Wirkung spielt die schmerzlindernde Wirkung des Cannabis dabei eine große Rolle. Beim Entzug von Analgetika auf Opioidbasis treten große Schmerzen auf, die das Cannabis mit wesentlich weniger Nebenwirkungen lindern kann, als es Tabletten tun, die zudem abhängig machen. Nicht zufällig sank in den Staaten, die Marihuana legalisiert haben, die Zahl der Todesfälle durch Überdosierung von Opiaten. Die Verifizierung der Ergebnisse ist besonders wichtig, weil allein in den USA täglich an die 50 Menschen an einer Überdosis von Opiaten sterben. Ursache dafür ist neben dem Konsum von Heroin und anderen Drogen auch der Gebrauch großer Mengen rezeptpflichtiger Arzneimittel. Nach unseren gegenwärtigen Kenntnissen kann Cannabis diese Medikamente nicht nur ersetzen, sondern auch bei deren Entzug eine wichtige Hilfe bieten.