Mainstreamwissenschaft Jan25

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Mainstreamwissenschaft

Die jährlich wachsende Zahl der Studien zum Cannabis verstärkt den Eindruck, dass die Pflanze trotz ihrer großen Bandbreite von Heilwirkungen bei der Allgemeinheit noch immer nicht richtig gewürdigt wird. Ende September wurde ein wichtiger Schritt in diese Richtung getan. Das Magazin Nature widmete dem Cannabis eine Sonderausgabe. Die Ausgaben von Nature Outlook greifen regelmäßig wissenschaftliche Themen, Krankheiten, technische Neuheiten oder ein aktuelles Forschungsgebiet auf und lassen führende WissenschaftsjournalistInnen und AkademikerInnen in kurzen Artikeln, die streng auf wissenschaftliche Belege gegründet sind, zu Wort kommen. Einzelne Ausgaben werden von Unternehmen oder Organisationen des jeweiligen Fachgebiets gefördert. Die im Herbst erschienene Ausgabe über Cannabis wurde interessanterweise von GW Pharmaceuticals gesponsert, einem Unternehmen, das Medikamente auf Cannabisbasis vertreibt – beispielsweise das Sativex-Spray, das THC und CBD enthält. Man möchte glauben, dass es nicht im Sinne dieser Firma sein kann, eine Publikation zu unterstützen, die in natürlicher Form konsumiertes Cannabis propagiert. Möglicherweise fürchten sie die Legalisierung nicht, sondern gehen davon aus, dass sie den Markt belebt.

Doch zurück zur Publikation des Magazins Nature. In ihr erfahren wir einiges über die Geschichte der Cannabisanwendungen, die Genotypen der verschiedenen Sorten, das israelische Therapieprogramm, Cannabinoidrezeptoren und vieles mehr. Hervorzuheben sind die Artikel zur Heilwirkung, die belegen, dass viele Symptome und Krankheiten wirksam mit Cannabis behandelt werden können. Mit der Einschränkung, dass die Verifizierung der Forschungen noch begrenzt ist, weil zahllose Bestimmungen umfassende Humanversuche mit Cannabis verhindern. Die Rede ist also von einer spannenden Publikation mit vielen kurzen Artikeln. Mit einigen Englischkenntnissen kann man sich an die Lektüre machen.