Krumme Gurken Sep15

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Krumme Gurken

Wie sollen die Gurken sein?

Krumme Gurken ist ein neuer Akteur auf der Wiener Cannabisbühne, der mit einer neuen Vorstellung und Konzeption vom Biogartenbau, genauer gesagt: aus der Welt des Tomatenanbaus zum Grow-Business gelangt ist. Das Team bilden Luis der Profigärtner, Georg der Geschäftsleiter und Markus der Marketingmann, der uns sofort erklärte, woher der außergewöhnliche Name stammt.

2016-07-02 12.57

Markus: Unser Name ist das Symbol dafür, dass unser Geschäft und seine Produkte nicht standardisiert sind, dass wir nicht auf die gewohnte Weise an den Gartenbau herangehen. Es gibt eine EU-Norm für die Größe und Form der Gurken, die eingehalten werden muss, damit sie auf die Regale in den Geschäften gelangen können. Aber muss das wirklich so sein? Wir glauben nicht daran, deswegen sind wir die Krummen Gurken geworden. Unsere Ansichten sind nicht alltäglich, wir sind die Neuen, die zeigen, dass man auch auf anderen Wegen vorwärtskommt, und dass der andere Weg möglicherweise besser, gesünder und lebensnäher ist.

Medijuana: Wie lange existiert der Laden schon und was war die Konzeption bei seiner Ausgestaltung?

Markus: Er sollte bequem und gemütlich sein, damit die Leute gerne reinkommen, um über Hanf, Gemüseanbau und die verschiedenen Anbaumethoden zu sprechen. Wir wollten zeigen, dass man in einem Grow-Zelt auch die Gemüsesorten für sich anbauen kann, die man haben möchte. Gewürze, Tomaten, Chili, Paprika, Erdbeeren – alles, was man will, kann man darin anbauen. Das ist eine alte Sache, die wir mit einem neuen Ansatz aufgreifen.

MED: Hanf ist nicht euer Hauptprofil – wie und warum kam der Hanfanbau ins Spiel?

Luis: Seit 16 Jahren beschäftigen wir uns mit Bio-Gartenbau, in der Hauptsache mit Tomaten, Chili, Paprika und Zucchini. Das Hanfprojekt entstand hauptsächlich mit dem Ziel, die früher auf anderen Gebieten erprobten Ansichten auch hier anzuwenden. In der Hauptsache richtet sich das Projekt gegen den standardisierten Anbau von Pflanzen und gegen die Verbreitung von genmanipulierten Organismen. Monsanto und andere Landwirtschaftskonzerne verkaufen nur Samen, die über bestimmte Eigenschaften verfügen, daher wachsen nur Pflanzen mit bestimmten Eigenschaften. Nach diesen Handelskriterien muss das Äußere des Produkts anziehend und das Innere schön geformt sein, sich vier Wochen halten. Aber muss eine Salatgurke gerade sein? Das möchten wir verändern. Wir wollen zeigen, wie diese Pflanzen ursprünglich aussahen.

Markus: Wir halten den Hanf für die älteste Kulturpflanze und eine der wichtigsten Heilpflanzen. Momentan kann man bei uns 300 Sorten Hanfpflanzen bekommen. Wir möchten betonen, dass die natürlichen Pflanzen einfach besser sind – wer bei uns Pflanzen kauft, unterstützt auch dieses Projekt.

Georg: Bei uns ist ein Großteil der Produkte und Düngemittel bio.. Wir verkaufen ausschließlich Bio-Erde, Bio-Dünger und andere Zubehörstoffe und empfehlen den Kunden Naturmethoden, die sie auch zu Hause anwenden können. Das Wichtigste an unserem Konzept ist, dass wir den Menschen eine unabhängige Lebensweise beibringen möchten, bei der man alles selbst anbaut. Sogar in der Stadt.