Kali Mist feminisiert

Schwergewichtige Sativa-Queen im perfekt weiblichen Gewand

Die Sorte Kali Mist von Serious Seeds ist eine Legende, eine zeitlose Königin unter den Sativa-Sorten dieser Welt, ein wahrer Evergreen. Ihre Züchtung geht auf das Jahr 1993 zurück. Seitdem ist Kali Mist mehrfach genetisch leicht verändert worden, teilweise weil ein Teil der Elterngenetik verloren gegangen war, teilweise aber auch aus dem Bestreben heraus, sie noch weiter zu optimieren. Simon, Inhaber und Breeder von Serious Seeds, trat sogar einmal extra eine Reise nach Kambodscha an, in der Hoffnung, dort auf alte, genetisch hochwertige Landrassen zu stoßen und sie nach Holland importieren zu können. Leider aber fand Simon „nichts, was mit der Klasse der Kali-Mist-Eltern zu vergleichen war“. Die verschiedenen genetischen Linien, die Simon in Kali Mist züchterisch vereinte, stammten ursprünglich aus Kambodscha, Kolumbien und Thailand (Sativa-Seite) und Afghanistan (Indica-Seite, geringerer Anteil). Die exotische Kali Mist offenbart die klassischen Sativa-Effekte in kristallklarer Qualität, sie liefert einen energetisierenden und inspirierenden High-Energy-Flash von körperlich wie geistig lang anhaltender, intensiver Wirkung. Mehrfache Auszeichnungen bei verschiedenen Cannabis Cups unterstreichen die große Beliebtheit dieses Sortenklassikers.

Seit einiger Zeit ist Kali Mist nun auch als feminisierte Sorte erhältlich, und The Doc, ein großer Verehrer dieser Sativa-Queen, wollte herausfinden, ob sie auch in diesem züchterischen Gewand ihre herausragende Klasse bewahrt hat. Zu diesem Zweck säte er vier feminisierte Kali-Mist-Samen aus, dazu noch einige Samen einer anderen Sorte. Nach vier Tagen waren alle Keimlinge an der Erdoberfläche erschienen (beleuchtet von zwei Secret-Jardin-High-Efficiency-CFL-Leuchten à 75 Watt), einige Tage später pflanzte The Doc sie in 11-Liter-Töpfe ein und stellte sie in den Grow-Raum unter eine 600-Watt-Plantastar-HPS-Lampe. Was ein sehr lebendiges Wachstum bewirkte: Zwölf Tage nach der Keimung hatten die vier Sämlinge bereits eine Höhe von 10 bis 15 cm erreicht und einige Seitenverzweigungsansätze hervorgebracht. Nach drei Wochen berichtete The Doc, dass sie nun „regelrecht explodiert sind“, vom reichlichen Lichtangebot profitierend. Seine vier Kali-Mist-Plants waren nun bereits 25 bis 40 cm hoch und mit etlichen Seitenzweigen versehen, es war an der Zeit, die Blüte einzuleiten, was The Doc durch Reduzierung der täglichen Lichtperiode von 18 auf 12 Stunden bewerkstelligte. Natürlich war es nun auch Zeit für mehr Licht-Power, und The Doc hängte im Grow-Raum anlässlich der Blüte zwei GIB-Lighting-600-W-HPS und eine 400-W-Osram-Son-T Plus auf. Er ließ die Kali-Mist-Pflanzen nur deshalb vor der Blüte bereits so groß werden, weil er in seinem Raum über reichlich vertikalen und horizontalen Platz verfügt und die Pflanzen dort problemlos größere Dimensionen erreichen können als in einem durchschnittlichen Grow-Raum.

Die vier Kali-Mist-Pflanzen gingen zügig, innerhalb einer Woche, in die Blüte über. Als die ersten weiblichen Vorblüten erschienen, maß die längste Pflanze bereits 60 cm (bei 10 Internodien) und die anderen drei 45 bis 55 cm, das Streckungswachstum kam nun voll in Schwung. Die kleinste Kali Mist offenbarte einen scheinbar etwas höheren Indica-Anteil als die anderen drei, sie wuchs kompakter und hatte dunklere und etwas breitere Blätter. Nach zwei Wochen in der Blüte war The Doc über das heftige Streckungswachstum verblüfft: In nur einer Woche hatte die längste Pflanze um weitere 40 cm in der Höhe zugelegt! Ähnlich war es bei den anderen beiden längeren Exemplaren, nur die vierte Pflanze war erst bei ca. 60 cm angekommen. Doch alle vier Pflanzen hatten eine Vielzahl von langen Seitentrieben gebildet, entlang derer die Blütenproduktion nun ordentlich Fahrt aufgenommen hatte.

Als drei Wochen Blütezeit absolviert waren, berichtete The Doc: „Jetzt zeigen sie die ersten kompakten Röschen. Die Blütenbildung der drei längeren Pflanzen ist absolut identisch, klassisch Sativa, doch auch die kleinere Pflanze zeigt ein eindeutig Sativa-lastiges Blühverhalten. Das längste Exemplar ist nun ca. 120 cm hoch, die anderen beiden 110 und 105, und die kleinste 75 cm. Schöner Blütenaufbau, das lässt auf eine reiche Ernte hoffen!“ Und eine Woche später: „Jetzt geht es richtig ab! Die Trieb- und Blütenstreckung ist immens, die beiden längsten Plants weisen nun bereits eine Höhe von ca. 160 cm auf, und die Blüten verdichten sich immer mehr. Zudem kann man schon hübsche erste Harzbeläge sehen, die Plants werden sicherlich auch schön harzig sein am Ende. Sie werden auf jeden Fall mannshoch, wie es scheint. Die kleinste Pflanze aber nicht, sie scheint bei ca. 90 cm stehen geblieben zu sein.“ Nach fünf Blütewochen war die Streckung dann zum Ende gekommen, bei ca. 180 cm Höhe der beiden längsten Pflanzen, die dritte hatte sich bei ca. 150 cm eingependelt. „Was jetzt bei allen Pflanzen noch an Höhe kommt, stammt allein vom Blütenhöhenwachstum her. Sativa, soweit das Auge reicht“, schwärmte The Doc.

Nach sechs Blütewochen war die Blütenbildung bereits beeindruckend, „sie werden aber sicherlich noch einige Wochen in voller Blüte stehen“, schätzte The Doc. „Die kleinste Pflanze verhält sich in der Blüte mehr oder weniger identisch mit den drei größeren Plants, nur sind die Blütenstände aufgrund der kürzeren Internodien hier nicht so gestreckt. Alle vier weisen ein sehr hohes Blüten/Blätter-Verhältnis auf und sind gut am harzen. Keinerlei männliche Blüte in Sicht.“ Eine Woche später zeigte sich, dass eine von den beiden längsten Pflanzen etwas schneller blühte und wohl als erste erntereif sein würde, wohingegen die kleinste Pflanze wohl die späteste sein würde. The Doc konnte bei den anderen dreien die ersten braunen, verwelkten Härchen beobachten. „Die Blütenbildung aller Pflanzen ist sehr dicht und fest, besonders für eine Sativa-Sorte. Das Ende ist aber noch lange nicht in Sicht!“

„Die Blüten scheinen sich in Richtung goldfarben zu entwickeln“, berichtete The Doc nach acht Blütewochen. „Wunderschön, ich finde, es sind göttliche Pflanzen. Sie riechen wunderbar exotisch, mit Sandelholz- und Haze-Noten versehen, aber etwas süßlicher. Der üppige Harzbesatz hat sich extrem stark entwickelt, nie zuvor habe ich dermaßen harzige Kali-Mist-Pflanzen gesehen.“ Eine Woche danach prognostizierte er, dass eine der beiden längsten Plants wohl nur noch gut eine Woche bis zur Reife brauchen würde, „das ist verdammt schnell für eine Sativa“, befand er. Tatsächlich sollte diese Pflanze nach 73 Tagen Blütezeit unters Messer kommen, und die zweitlängste Plant folgte ihr vier Tage später. Drei Tage danach war auch die drittlängste fällig, und zuletzt, nach 84 Tagen, kam die kleinste Pflanze an die Reihe. „Alle vier Kali-Mist-Plants bewegten sich innerhalb der angegebenen Blütezeit, haben bis zum Schluss voll weiblich geblüht, ich konnte keine einzige männliche Blüte finden“, lobte er, „sie haben den Femi-Test also mit Bravour bestanden und sind wahrlich schwergewichtige Sativa-Queens im perfekt weiblichen Gewand!“

Dank des geringen Blattbesatzes der Blüten waren die Erntearbeiten jeweils flott erledigt, und The Doc sorgte für eine insgesamt über drei Wochen dauernde Trocknung inklusive eines leichten Fermentationseffektes, der die grandiosen Kali-Mist-Blüten noch weiter veredelte. Die Buds rochen nach der Trocknung äußerst verführerisch, wunderbar organisch, ausgestattet mit einer erdig-süßlichen Note und – wie auch bei den noch frischen Buds – delikaten Haze- und Sandelholzanleihen. The Doc wog die Buds der vier Pflanzen separat, und seine kühnsten Erwartungen wurden mit ca. 140, 160, 175 und 185 Gramm sogar noch übertroffen. „Das ist schlicht der Wahnsinn“, frohlockte er. Beim Testrauchen war dann bei den Buds aller vier Plants Sativa in Reinkultur angesagt – blitzartig einsetzende „Hallo-Wach“-Wirkung mit kristallklarer Optik, erhöhtem Herzschlag, heftig pulsierender Sativa-Energie in Kopf und Körper. The Doc: „Kali Mist kribbelt wie eh und je, ich liebe dieses aufputschende, stark aktivierende und euphorische Gefühl. Und die Wirkung hält äußerst lange an, locker anderthalb Stunden und mehr, bei entsprechender Dosierung. Wobei in der Endphase jene superklare Kopfwirkung und dieser Energy-Flash naturgemäß nachlassen und man sich dann einfach nur gut relaxt und vital fühlt. Und auch der Geschmack war wieder einmal überragend, wunderbar mild im Rauch und von dezent-feiner süßer Würzigkeit. Kali Mist hat mich auch in ihrer feminisierten Form insgesamt mal wieder schwer beeindruckt, auf diese göttliche Sativa-Queen ist stets Verlass in Sachen Top-Qualität“, bilanzierte er.