Jamaika: Cannabisindustrie entsteht

Cannabis ist auf Jamaika nicht legal. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2014 ist aber der medizinische Gebrauch legalisiert und der Eigengebrauch entkriminalisiert. Der Minderheit der Rastafari wurde der uneingeschränkte Gebrauch von Cannabis gestattet.

Lincoln Allen, CEO der staatlichen Cannabis Licensing Authority (CLA), sagt, dass es große Möglichkeiten für die Entwicklung einer medizinischen Cannabisindustrie auf Jamaika gebe: „Wir haben das Potenzial, die technische Kompetenz und den Willen, dies zu tun.“

Allen sprach auf der Eröffnungsfeier des Jamaican Medical Cannabis Integration Symposiums (JAMECANN) der University of Technology in Papine, St. Andrew. Er beschrieb die internationalen Entwicklungen der wissenschaftlichen Erforschung und der zunehmenden Akzeptanz der vielen gesundheitlichen Vorteile von Cannabis. Er wies ebenso auf die kürzlich erfolgte Zulassung von CBD durch die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) zur Behandlung von Epilepsie, Multipler Sklerose und Parkinson hin und stellte fest, dass diese Entwicklung große Erwartungen in Bezug auf die Transformation des globalen medizinischen Cannabisraums wecke. Die medizinischen Vorteile der Pflanze seien in der jamaikanischen Gesellschaft wohlbekannt, Ganja werde gerne als Hausmittel angewendet, und trotzdem bestehe Bedarf an kontinuierlicher Forschung, um beispielsweise neue Wege der Applikation zu finden und somit auch die Industrie verändern zu können.

Lincoln Allen betonte, dass durch diese Bemühungen Chancen für alle JamaikanerInnen geschaffen würden, und ermutigte alle Beteiligten, Symposien wie dieses zu unterstützen. Dadurch werde ein neuer Kurs verfolgt, indem die Förderung der medizinischen Cannabisindustrie des Landes zum Wirtschaftswachstum und zur Entwicklung Jamaikas beitrage.

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