Inhaftierter Patient

Inhaftierter PatientWehe den Patient/innen, die herkömmliche Medikamente absetzen, nachdem sie die wohltuende Wirkung des Cannabis erfahren haben! In Serbien wurde eine Großmutter, die sich allgemeinen Ansehens erfreute, für zwei Tage ins Gefängnis gesperrt, nachdem die Polizei bei ihr zu Hause 43 Gramm Cannabis gefunden hatte. Angie Agic´ (75), die als beste Schachspielerin des Dorfes Palanka gilt, gestand, Cannabis für medizinische Zwecke benutzt zu haben, bestritt aber den Handel mit ihrem Medikament. „Ich schwöre, dass ich keinem nur ein Gramm Marihuana verkauft habe. Ich benutzte es nur, weil es besser ist als die Medikamente. Ich habe nichts zu verbergen“, fügte die ältere Dame hinzu. „Es stimmt, dass ich gelegentlich Cannabis rauche, weil es beruhigt und mir hilft, die Traumata aus dem Bosnienkrieg zu vergessen.“ Nach dem Krieg war Agic´ als Flüchtling in das heimische Palanka zurückgekehrt, wo sie bescheiden lebt und auf die Hilfe ihrer Verwandten angewiesen ist. „Ich habe keine Bedürfnisse, ich möchte nur Schach spielen und ein Bier im Klub trinken.“ Der Bürgermeister nannte die ältere Dame eine ehrbare Mitbürgerin und zeigte sich überrascht, dass sie des Drogenhandels angeklagt wurde. Er vertraue darauf, dass die Polizei der Angelegenheit auf den Grund geht. In Serbien eröffnete Gesundheitsminister 2014 eine lebhafte Diskussion über die Legalisierung von Cannabis. Daher stehen die Chancen gut, dass Agic´ und ihre Leidensgenossen bald ärztlich verschriebenes Cannabis konsumieren können.