Immer noch nicht tödlich

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat den internationalen Drogenbericht 2017 veröffentlicht, der auf dem Stand der Erhebungen von 2015 Statistiken aus allen Ecken der Welt enthält. Der Bericht stellt fest, dass Cannabis weiterhin die am weitesten verbreitete und am häufigsten beschlagnahmte Droge ist. Wie in den Vorjahren berichtete UNODC 2015 von keinem einzigen Todesfall durch Cannabisüberdosierung. Dem Bericht ist zu entnehmen, dass Cannabis im Jahre 2015 von ungefähr 3,8 Prozent der Erwachsenen benutzt wurde. Das entspricht etwa 183 Millionen Menschen. Bei medizinischen Therapien sind 93 Prozent der PatientInnen CannabiskonsumentInnen. Weitere Drogen der Topliste sind in absteigender Reihenfolge Opioide und Opiate, Kokain, Amphetamine und Ecstasy. Der Bericht zeigt auf, dass 2015 in der Europäischen Union 6,6 Prozent der 15- bis 64-Jährigen Cannabis konsumiert haben. In der Altersklasse von 15 bis 34 Jahren liegt der Durchschnitt mit 13,3 Prozent deutlich höher. In der Europäischen Union konsumieren 3 Millionen Erwachsene (ein Prozent) täglich oder fast täglich, 70 Prozent von ihnen sind zwischen 15 und 34 Jahre alt. In der Hauptsache sind es Männer. In den Ländern, die den medizinischen Gebrauch von Cannabis ermöglichen, stieg der nicht medizinische Gebrauch bei Menschen ab 26 Jahren von 5,8 Prozent auf 7,2 Prozent im Zeitraum von 2004 bis 2013. In den jüngeren Altersgruppen (12 bis 17 und 18 bis 25 Jahre) war ein häufigerer rekreativer Gebrauch von Cannabis jedoch statistisch nicht signifikant und somit nicht mit den Maßnahmen in Verbindung zu bringen, die den medizinischen Gebrauch von Cannabis ermöglichen. Hinzuzufügen ist, dass die Anzahl der Jugendlichen, die Cannabis ausprobiert haben, in den Staaten nicht anstieg, in denen Gras auch für den Freizeitgebrauch freigegeben wurde.