grow! Vaporizer Award 2013

In Wien testeten wir die besten Vaporizer

Der “Altehrwürdige” der Wiener Grow-Szene ist der seit ʼ98 operierende Bushdoctor. Neben dem Laden in der Innenstadt eröffnete ein mehrere hundert Quadratmeter großes Geschäft mit Lager in Brunn am Gebirge, unweit der Event-Pyramide, in der auch die Cultiva stattfindet. Ende März wurde der grow! Vaporizer Award veranstaltet, an dem auch wir teilnahmen.

Die insgesamt 20 verschiedenen Vaporizer werden hier nicht nur verkauft, man kann sich auch umfassend über sie informieren – in einem speziellen Katalog zum Beispiel, wo neben den Preisen der Artikel auch ihre technischen Daten und charakteristischen Eigenschaften zu finden sind. Im Bushdoctor kann jeder in einer speziell dafür eingerichteten stimmungsvollen VapoLounge (mit Ledersesseln) sogar jeden beliebigen Vaporizer ausprobieren. Die VerkäuferInnen informieren nicht nur über die technischen Details und Sonderangebote, sie berichten auch gerne von ihren eigenen Erfahrungen. Darüber hinaus werden Filme über die richtige Handhabung der Vaporizer gezeigt. Weil es am besten ist, Informationen aus erster Hand zu bekommen – möglichst von Leuten, die etwas davon verstehen – haben sich Winni (der Herausgeber der Zeitschrift grow!) und Harry (der Besitzer des Bushdoctors) den Vaporizer Award ausgedacht!

Zwanzig verschiedene Artikel, sachverständige Helfer und Fachleute waren einsatzbereit, und natürlich gab es auch ein fachkundiges Publikum. So viel braucht es, und es kann nicht schaden, wenn der bekannteste Hanfdoktor des Landes auftaucht und anderthalb Stunden lang einen Vortrag über die heilende Wirkung des Cannabis und Medikamente auf Cannabisbasis hält. Um so weniger, weil das Inhalieren, das heißt der Gebrauch eines Vaporizers (eines Verdampfers) unter den PatientInnen der Marihuanatherapie eine der beliebtesten Methoden ist und die – neben der Einnahme in Lebensmitteln – am wenigsten schädliche. (Über den Vortrag von Dr. Blaas mehr in unserer Rubrik Medizin – Der Red.)

Während des Kennenlernens und Ausprobierens der Gerätschaften kamen wir mit den anwesenden Journalisten, Interessenten und den Leuten vom Bushdoctor in einen regen Meinungsaustausch. Unterschiedliche Bedürfnisse, Vorlieben und Ansichten trafen gesittet aufeinander, und damit der “Streit” nicht ausuferte, hatten die Veranstalter zur Bewertung ein Punktesystem erstellt, anhand dessen jedes Produkt eine Punktzahl zwischen 1 und 10 bekam. Der wichtigste Gesichtspunkt, neben Design und Preis, war die Fähigkeit, eine konstante Temperatur zu halten, sowie der Wirkungsgrad, die Materialqualität des Produkts, seine technische Umsetzung und natürlich das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bald hatte jeder seinen Favoriten, je nachdem, was er von einem guten Vaporizer erwartete. Für manche zählte die leichte Benutzbarkeit oder die konstante Wärmeabgabe, für andere die geringe Größe oder die kompakte Ausführung. Welcher Hersteller mit welchem Gerät schließlich den grow! Vaporizer Award 2013 und den ehrenvollen ersten Platz belegt, wird bald der Sondernummer “Therapie” der Zeitschrift grow! zu entnehmen sein.

 

Was ist ein Vaporizer?

Wo kein Rauch, da kein Feuer – aber Wirkung

Seit einiger Zeit sind so genannte Vaporizer auf dem Markt, die das gesundheitsförderliche Inhalieren von Heil- und Wirkstoffen ermöglichen. “Vaporisieren” bedeutet nichts anderes als Verdampfen, wie wir es z. B. von Kamilledampfbädern kennen. Das Grundprinzip ist einfach: Wirkstoffe werden zum Inhalieren so weit erhitzt, dass sie zwar sieden und gasförmig werden, aber nicht verbrennen. Die Verbrennungstemperaturen von Pflanzenmaterialen liegen meist wesentlich höher als die Siedetemperatur ihrer Wirkstoffe: Ein Umstand, den findige Köpfe schon seit geraumer Zeit für die Konstruktion rauchfreier Inhalationsgeräte, eben Vaporizer, ausnutzen.

Doch im Gegensatz zu Dampfbädern können in Vaporizern höhere Temperaturen auf das zu inhalierende Gut einwirken, als nur die 110° Celsius, die heißer Wasserdampf hat. Somit wird es erstmals möglich, auch andere Wirkstoffe als nur die ätherischen Öle in Form einer Inhalation verfügbar zu machen.

Vaporizer sind natürlich besonders für die medizinische Anwendung interessant, bei der Rauch grundsätzlich unerwünscht ist. Praktisch alle natürlichen und pflanzlichen Wirkstoffe sowie zahlreiche chemische Präparate können auf diese Weise verabreicht werden – schonend und effektiv.

Über die Lungen kann eine Vielzahl von Heilmitteln sehr schnell aufgenommen werden. Im Unterschied zu Tees, Tabletten oder Tinkturen tritt die Wirkung schon nach wenigen Minuten ein.

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