Globale Proteste gegen Cannabis-Prohibition

Alles begann Anfang 1999 in New York City, als „Yippster“ Dana Beal zu einem weltweiten Protest-Wochenende aufrief. Das erklärte Ziel war es, am ersten Mai-Wochenende weltweit eine Million Menschen für die Legalisierung von Cannabis zu mobilisieren.

Auch wenn es 1999 nicht „aus dem Stand“ gelang, weltweit eine Million Menschen für Hanf auf die Straße zu kriegen, so ist dieses Ziel inzwischen zumindest in der Summe erreicht – schließlich demonstrierten in den letzten vierzehn Jahren viele Hunderttausende in über 750 verschiedenen Städten auf nahezu allen Kontinenten für ihr Recht auf Cannabis.

In diesem Jahr nahmen insgesamt 41 Länder am Global Marijuana March (GMM) teil: Argentinien, Australien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Ecuador, Färöer-Inseln, Frankreich, Französisch-Polynesien, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Island, Indonesien, Irakisch-Kurdistan, Italien, Kanada, Kolumbien, Martinique, Mexiko, Niederlande, Neuseeland, Nicaragua, Nordirland, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Puerto Rico, Slowakei, Südafrika, Spanien, Tschechische Repu-blik, Ukraine, Ungarn, USA, Uruguay und Venezuela. In Deutschland wurde in Berlin, Köln, Dortmund, Erlangen, Frankfurt am Main, Hannover, München, Potsdam, Stuttgart und Ulm demonstriert.


In Berlin hieß der GMM auch in diesem Jahr wieder Hanftag und begann gegen 14 Uhr auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor mit ersten Ansprachen Berliner Aktivisten. Gegen 15:30 Uhr begann dann die eigentliche Demo durch Berlins Mitte, bei der immer wieder Sprechchöre energisch „Hanf legal!“ forderten, was erwartungsgemäß zu neugieriger Beobachtung des bunten Zuges durch zahlreiche Touristen und Passanten führte. Es zogen etwa 300 gut gelaunte Menschen durch die deutsche Hauptstadt, die neben dem immer wieder zu hörenden „Hanf legal!“ auch zahlreiche individuelle Forderungen und Losungen formulierten und ausriefen.

Nach drei Zwischenkundgebungen endete der Berliner Hanftag vor der Botschaft der Vereinigten Staaten mit ein paar letzten Ansprachen, die der verbreiteten Hoffnung Ausdruck verliehen, dass das Mutterland der weltweiten Cannabis-Prohibition nun auch zum Beförderer weltweiter Legalisierungsbestrebungen wird.