Geheimes medizinisches Marihuana-Programm in den USA

Der 20. November 2012 war ein großer Tag für Irv Rosenfeld. Er feierte einen Jahrestag. Seit 30 Jahren kann er täglich von der Bundesregierung bereitgestelltes medizinisches Marihuana rauchen. Obwohl die Vereinigten Staaten auf der Bundesebene den Anschein aufrechterhalten wollen, dass Cannabis keine Heilwirkung hat und zu den gefährlichsten Drogen zählt, klingelt ihr Mitarbeiter trotzdem alle 25 Tage an Mister Rosenfelds Tür und überreicht ihm die für 300 Tage vorgedrehten Joints.

Der Mann aus Florida leidet unter einer seltenen Knochenerkrankung, infolge welcher Krebsfortsätze der kranken Knochen auf das Körpergewebe einwirken, was mit extremen Schmerzen verbunden ist. Der Kranke musste sich bisher sechsmal operativen Eingriffen unterziehen, um die Auswüchse behandeln zu lassen und die Schmerzen zu lindern.

Das medizinische Cannabis stammt von der Universität von Mississippi, wo im Rahmen des so genannten Barmherzigen Neuen Forschungsdrogenprogramms Marihuana für Kranke angebaut wird. Das Programm wird vom Nationalen Institut für den Drogenmissbrauch (NIDA) getragen, dem Bundesinstitut, das jahrzehntelang die medizinischen Untersuchungen mit bewusstseinsverändernden Drogen behindert und erst in den letzten Jahren dem Druck der wissenschaftlichen Kreise nachgegeben hatte. Ihr erster Patient behandelte sein Glaukom mit selbst gezogenem Cannabis, wofür ihn die Polizei 1975 festnahm, aber dank der Anerkennung des “Behandlungsbedarfs” kam er um eine Gefängnisstrafe herum. Im Verlauf des Falles wurde klar, dass das Marihuana das Glaukom des Mannes wirksamer behandelte als jedes andere Produkt, nur deshalb erlaubte das Gericht ihm den weiteren Gebrauch, was das “Barmherzigkeitsprogramm” ins Leben rief. Gegenwärtig nehmen nur vier Personen an dem Projekt teil, was der Regierung Bush zu verdanken ist – sie hatte die Aufnahme weiterer Patienten 1991 abgelehnt.

Rosenfeld ist Börsenmakler und widerlegt in vollem Umfang die Stereotypen, die Grasrauchern oft angehängt werden. Während der ganzen Arbeitszeit ist er mit voller Effizienz tätig, wobei er täglich zehn bis zwölf Marihuanazigaretten raucht. Die Bundesantidrogenagenten betrachten Cannabis weiterhin als medizinisch wirkungslose Pflanze und halten mit Vorliebe Razzien in medizinischen Marihuanazen-tren ab.

Das ist alles eher scheinheilig im Hinblick darauf, dass 1988 der eigene Richter der Anti-Drogen-Behörde (DEA), Francis Young, aussagte, dass das Marihuana zahllose günstige Wirkungen für den Kranken habe und dass es eine der sichersten und wirkungsvollsten Heilpflanzen der Menschheit sei. Für die Richtigkeit der Aussage ist Irv Rosenfeld der lebende Beweis, dem wir auf diesem Weg weiterhin gute Gesundheit wünschen!

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