Französische Ganjasuppe

Die Zwiebel ist eines der wichtigsten Würzmittel für Speisen. Ihren Wert machen nicht die in ihr enthaltenen fast 1.000 Kohlenhydrate, die 300 verschiedenen Eiweißarten und die unglaubliche Menge Vitamin C aus – die natürlich nicht nebensächlich sind – sondern ihre ausgezeichneten Würzeigenschaften. Ihren charakteristischen scharfen Geschmack verdankt sie der schwefelhaltigen Aminosäure Isoalliin.

Schon seit zweitausend Jahren wird die aus Asien stammende Zwiebel in Indien als Heilpflanze zur Behandlung von Herz- und Gefäßkrankheiten und rheumatischen Schmerzen verwendet. Wahrscheinlich wurde sie im Iran “domestiziert” und gelangte von dort nach Ägypten und auf den üblichen Wegen auch nach Europa. Später wählten die Franzosen sie zur Grundlage eines ihrer Nationalgerichte.

GemüseZutaten für 4 Personen

5 rote Zwiebeln
1 Stange Lauch
5 Knoblauchzehen
100 g Butter
Olivenöl
1 gehäufter Esslöffel Mehl
1 Brühwürfel
1 Liter Wasser
200 ml saure Sahne
300 g (geräucherter)
Reibekäse
Salz
Muskatnuss
8 Scheiben (Toast-)Brot
20 g gerebeltes Cannabis

Zubereitung

Wozu das Cannabis, fragt man sich, wenn wir doch die Zwiebeln in reiner Cannabutter anbraten könnten. Die Antwort ist einfach: Gerebeltes Cannabis ist zu bevorzugen, weil sein Geschmack sich besser mit dem der Zwiebel verbindet und weitere Fettzugabe das schnelle Einziehen fördert.
Den Brühwürfel in kochendem Wasser auf kleiner Flamme 3–4 Minuten auflösen. In der Zwischenzeit schneiden wir die Zwiebeln klein. Die Butter lassen wir in einem dickwandigen Kochtopf schmelzen und dünsten die Zwiebeln unter Beigabe von Salz glasig. Wir beginnen mit den roten Zwiebeln und etwa nach der Hälfte der Zeit geben wir den Lauch hinzu, und wenn er fast gar ist, das gerebelte Cannabis und den Knoblauch.

Weiter rösten, bis die Zwiebeln fast braun sind. Dann nehmen wir den Topf vom Feuer, bestreuen den Inhalt mit Mehl, gut verrühren. Dann einen Deckel auf den Topf geben und bei kleiner Hitze etwa fünf Minuten köcheln lassen. Die Suppenbrühe zugeben und auf kleiner Flamme 5–10 Minuten köcheln lassen. Unter Rühren geben wir die saure Sahne und 40% des geriebenen Käses zu. Von der Sahne und dem Käse kühlt die Suppe etwas ab und wir erwärmen sie auf kleiner Flamme, bis sie wieder aufkocht. (Wer Zwiebelstückchen nicht mag, kann sie nun mit dem Pürierstab zerkleinern.)

Französische Ganjasuppe

 

Vom Feuer genommen verfeinern wir die Suppe mit etwas Muskatnuss (eine Messerspitze gemahlene Muskatnuss oder die ganze Nuss 2–3 Mal über die Reibe gezogen). Das (Toast-) Brot würfeln wir zu Stückchen von etwa 1×1 cm und rösten sie in einer Pfanne mit Olivenöl.

Vor dem Servieren gut umrühren und mit dem gerösteten Brot bzw. dem restlichen Käse bestreuen.

Bon appetit!