Extrakte neuerdings in Kanada erlaubt

TORONTO: Health Canada, die kanadische Gesundheitsbehörde, welche auch für medizinisches Cannabis zuständig ist, erlaubt es lizenzierten medizinischen Cannabisbauern jetzt, Cannabisextrakte sowie frische Blüten und Blätter zu produzieren und zu verkaufen. Bis dato war nur der Verkauf der getrockneten Blüten erlaubt.

Die neuen Regeln folgen dem Spruch des Obersten Gerichtshofs von Kanada, welcher Grenzmengen festlegte und weitere Formen des Medizinalhanfs erlaubte. In ganz Kanada dürfen jetzt 25 lizenzierte Hersteller Cannabisöl und frische Blüten sowie Blätter zum Beispiel zur Herstellung von Backwaren an Patient/innen verkaufen.

Kanada MedizinalhanfGesundheitsministerin Rona Ambrose sagte zunächst, sie sei von der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, dass Patient/innen ihre Medizin auch in Form von Cookies und Brownies zu sich nehmen dürfen, empört. In einer Erklärung ließ sie verlautbaren, die neuen Richtlinien zielten darauf ab, jegliche Unklarheiten zu beseitigen. Sie wiederholte die Position der Regierung, dass Marihuana „kein zugelassenes Medikament“ sei.

„Marihuana […] ging nicht den Weg durch die erforderlichen strengen wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit oder Sicherheit“, sagte Ambrose. „Kanadische Gerichte haben einen angemessenen Zugang zu medizinischem Cannabis gefordert, wenn es von einem Arzt für nötig gehalten wird. Die Position der Regierung Kanadas ist, dass dies in einer kontrollierten Art und Weise durchgeführt werden muss, um die öffentliche Gesundheit und Sicherheit zu schützen.“

Die lizenzierten Produzenten freuten sich naturgemäß sehr über die Ankündigung durch Health Canada, da sie nun in der Lage sind, die Vielfalt der produzierten Cannabisprodukte zu erhöhen.

„Das ist ein Zeichen der Progression in der Branche und ein großer Schritt nach vorne für die Patienten, die Zugang zu einer Vielzahl von verschiedenen Produkten wünschen“, sagte Mark Zekulin, Präsident von Tweed. „Tweed hat die größten Zuchtanlagen im Land und ist bereit, sich zügig zu bewegen, seinen Kunden eine vielfältige Palette von Extrakten zu bieten.“

Lizenzierten Herstellern wird es also in Zukunft erlaubt sein, nicht aromatisierte Extrakte in kindersicheren Verpackungen an Patient/innen zu verkaufen. Die Verpackungen müssen mit einem Aufkleber „Außer der Reichweite von Kindern aufbewahren“ versehen werden.

Das Etikett muss ebenso folgende Warnung tragen: „Dieses Produkt ist nicht für den Verkauf im Rahmen des Food and Drugs Act zugelassen. Es wurde nicht auf die Sicherheit oder Wirksamkeit zur Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten oder Symptomen untersucht.“