Erneute Diskrepanzen bei den Inhaltsstoffen

In Prag wurden dieses Jahr erstmals innerhalb der Europäischen Union unabhängige Tests von im Einzelhandel erhältlichen Ölen mit Cannabidiolgehalt und Hanfsamenölen von der ICCI durchgeführt (wir berichteten). Auf der Cannafest-Messe in Prag wurde von erneuten Analysen – diesmal von einer österreichischen NGO – und weiterhin bestehenden unzureichenden Angaben berichtet.

Gerald Wagner von der ARGE CANNA präsentierte die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchungen. Diese bestätigten, dass eine Qualitätskontrolle bei Massenprodukten aus Hanf notwendig sei. Als erste Bilanz des Langzeitforschungsprojekts der ARGE CANNA wurden bei der Professional Conference des diesjährigen Cannafests eine Reihe von Analysen der Inhaltsstoffe marktüblicher CBD-Produkte präsentiert. In seinem Vortrag referierte Wagner über die in unabhängigen internationalen Labors georderten ca. vier Dutzend Analysen der Cannabinoidgehalte größtenteils österreichischer Hanffabrikate, von denen gut die Hälfte falsche Angaben auf den Etiketten machten. Weiterhin berichtete er über die zukünftigen Pläne für Qualitätskontrollen sowie über den „AC-Tropfen“ – das Gütesiegel der ARGE CANNA.

In den Jahren 2016 und 2017 hat die österreichische Patientenorganisation ARGE CANNA mehrfach Proben von frei erhältlichen Hanfprodukten mit Cannabinoidgehalt unabhängig in ihren Partnerlabors in Spanien und Österreich testen lassen; dieser Vorgang wurde lückenlos dokumentiert. Gerals Wagner betonte, dass die Präsentation der ersten Ergebnisse lediglich als ein Zwischenstand zu betrachten sei und kein Anspruch auf Vollständigkeit bestehe. In der Zwischenzeit seien bereits wieder über 20 neue Proben verschiedenster Bezugsquellen ins Labor geschickt worden, weitere Präsentationen würden folgen. Die ARGE CANNA wird diese Arbeit nun kontinuierlich fortsetzen, um die eigene Zertifizierungsprozedur zu evaluieren und die Notwendigkeit für unabhängige Qualitätskontrollen deutlich zu machen.

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