Emsige Ex-Abhängige

Langsam stumpfen wir ab gegen Kommentare vom Typ “Verschwinde von hier!”. Sie tauchen regelmäßig unter Artikeln auf, die sich mit Drogenabhängigen beschäftigen. Leider kommt das auch in unseren Foren vor. Der britische Arbeitsminister geht nun mit gutem Beispiel beim Abbau dieser Vorurteile voran, denn er ließ verlautbaren, dass die Ex-Abhängigen die aktivsten Arbeitskräfte sind und sich selbst übertreffen, wenn man ihnen eine neue Chance gibt. Iain Duncan Smith behauptet, die vorherrschende Ansicht, dass es riskant wäre, Rauschmittelkonsumenten einzustellen, sei falsch: Denn nachweislich seien die ehemaligen Alkohol- und Rauschgiftabhängigen motivierte, ausdauernde und verantwortungsvolle Arbeitskräfte.

Nach Auffassung des britischen Secretary of State for Work and Pensions sind es die rehabilitierten Suchtkranken, die “am dankbarsten die dargebotenen Arbeitsmöglichkeiten ergreifen, weil sie ihnen die Chance bieten, nicht vom rechten Weg abzuweichen, daher konzentrierten sie sich beständig auf die Arbeit”. Nach Schätzung des Ministeriums leben von 400.000 problematischen Heroin- und Crack-Kokain-Konsumenten 80 % von der Sozialhilfe. Im Rahmen eines Testprogramms erhalten diejenigen Unternehmer besondere Vergünstigungen, die Suchtkranke einstellen, welche an einem Rehabilitationsprogramm teilnehmen. Ein anderes Programm wird untersuchen, ob mit einer engeren Zusammenarbeit von Rehabilitationszentren und Arbeitsbeschaffungsprogrammen die Wiedereingliederungsstatistiken verbessert werden können. Wir können nur hoffen, dass die zu erwartenden günstigen Ergebnisse für alle Staaten ein positives Beispiel geben werden.

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