Die LegalisiererInnen wurden nicht enttäuscht Feb17

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Die LegalisiererInnen wurden nicht enttäuscht

Wenn wir von der Legalisierung sprechen, denken wir meist unwillkürlich an Colorado, den ersten Staat der USA, wo die Cannabisregulierung als Ergebnis einer Volksabstimmung ins Leben gerufen wurde. Nach Ablauf von zwei Jahren war es – bei deutlichen wirtschaftlichen Erfolgen – an der Zeit, die Meinung der EinwohnerInnen zu der Frage zu hören. Im Jahr 2012 stimmten 55 Prozent der BürgerInnen von Colorado für eine gesetzliche Regelung und 44 Prozent dagegen. Die Kampagne ist aber damit noch nicht beendet. Aus den Steuereinnahmen werden faktenbasierte Informationsmaterialien finanziert, die unter anderem erklären, warum die Legalisierung besser ist als ein Verbot. Von der Gegenseite wird Kevin Sabet, Leiter des Instituts für Drogenpolitik in Florida und Gegner Nummer Eins der Grasregulierung, nicht müde, die Gefahren des legalen Ganja zu beschwören. Obwohl das Programm noch läuft, scheint sich der Standpunkt der Bevölkerung in der letzten Zeit gefestigt zu haben. Nach der Untersuchung von November 2015 sind noch immer 55 Prozent der BürgerInnen für die Legalisierung, während die Zahl der GegnerInnen auf 41 Prozent zurückgefallen ist. Das kann bedeuten, dass sich 3 Prozent nicht mehr sicher sind, dass das Gras bei den Dealern am besten aufgehoben ist. 53 Prozent der BürgerInnen sind der Meinung, dass die Legalisierung dem Staat gut getan hat, was bedeutet, dass die BefürworterInnen nach der Einführung nicht enttäuscht wurden. Diese Ergebnisse sind besonders für PolitikerInnen wichtig, die in der Frage der Marihuanaregulierung einen konkreten Standpunkt einnehmen möchten. Daher betrachten sie Colorado als Versuchslabor. Aufgrund der zweijährigen Erfahrung können sie nun sehen, dass ein Eintreten für die Marihuanalegalisierung nicht zu einem Verlust der Wählerschaft führt, ja die Ergebnisse scheinen sogar das Gegenteil zu belegen. Daher macht ein/e PolitikerIn gewiss keinen Fehler, wenn er/sie auf legales Cannabis setzt.