Deutsches Cannabis Institut plant Cannabis-Therapie-Center

Die DCI – Cannabis Institut GmbH (München) – geht nach der gesetzlichen Freigabe von Cannabis für schwerkranke PatientInnen mit einem bundesweit ersten Konzept eines Cannabis-Therapie- und Informations-Center (CTIC) an den Start: „Cannabis soll jedem Patienten zugänglich sein, dem es nützt“, sagte Wenzel Vaclav Cerveny, Geschäftsführer und Gründer des DCI.

Ein wichtiges Startsignal sei für Cerveny – der auch die Cannabis XXL in München organisierte – das am 10. März 2017 in Kraft getretene Gesetz „Cannabis als Medizin“ gewesen. Es regelt den Einsatz von Cannabisarzneien als Therapiealternative. Dazu gehört die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen. Seit November 2015 hat Wenzel Vaclav Cerveny das Cannabis-Therapie- und Informations-Center (CTIC) entwickelt und aufgebaut. „Mit dem neuen Gesetz kann das CTIC umgesetzt werden.“

Das Geschäftsmodell sieht ein komplementäres und synergetisches Angebot rund um die Therapie von CannabispatientInnen vor. Drei Objekte im Großraum München seien in der engeren Auswahl, bedürften aber noch der genauen Prüfung. Auf einer Fläche bis zu 1.000 qm soll eine Arztpraxis, ein Informationszentrum mit Küche sowie ein angeschlossener Einzelhandel für Hanfprodukte untergebracht werden.

Nach den Vorstellungen von Cerveny sollen im Münchner Cannabis-Therapie- und Informations-Center fünf große medizinische Bereiche behandelt werden: Schmerztherapie, neurologische und psychische Erkrankungen, Übelkeit und Erbrechen bei AIDS oder Krebs sowie chronisch-entzündliche Leiden wie Rheuma oder Morbus Crohn. Das Therapie-Center soll Anlaufstation für PatientInnen sein, die sich für eine Cannabisbehandlung interessieren. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch unter den PatientInnen sollen ebenso forciert werden.