Der kanadische Patient

Die Kanadische Konföderation bereitet für 2014 die Einführung neuer Gesetze für Patienten vor, die medizinisches Marihuana nehmen. Es soll unter anderem den registrierten Kranken den Anbau von Marihuana verbieten und gewährleisten, dass bestimmte Produkte in die Apotheken, beziehungsweise die übrigen medizinischen Zentren gelangen. Die Medicinal Cannabis Patients‘ Alliance of Canada (MCPAC) kommentierte, dass bei Inkrafttreten der Preis für medizinisches Marihuana das Zweifache des Straßenpreises betragen werde und die Kosten der häuslichen Produktion sich vervielfachen würden. Infolgedessen würden sich viele Patienten die Anwendung nicht mehr erlauben können, wer es sich aber leisten kann, werde auf der Straße Sorten zweifelhafter Qualität kaufen. Konfrontiert mit dieser Einschätzung, sagte der Sprecher des Kanadischen Gesundheitsministeriums, dass die Verschärfung der Gesetze durch den Missbrauch in Therapieprogrammen gerechtfertigt seien. Gleichzeitig bekräftigte er, dass man mit Preiserhöhungen rechne, das Ziel sei jedoch, jedem Marihuana bereitzustellen, dessen medizinischer Zustand es erfordere. Die Erfahrungen zeigten zwar, dass mehrfach unter Ausnützung der Therapieprogramme Anbau im großen Stil betrieben werde, dies begründe aber nicht, die Patienten ihres einzigen wirkungsvollen Medikaments zu berauben.