Das geht ins Blut…

Zehn Speisen, die die Arterien stärken und reinigen

Arterien könnten wir auch als Autobahnen unseres Organismus bezeichnen, sie sind nämlich die wichtigsten Kanäle für den Bluttransport, und als solche transportieren sie im Medium Blut Sauerstoff und Mineralien vom Herz bis an die entferntesten Punkte des Körpers. Um diesen konstanten Prozess ohne Störungen aufrechtzuerhalten, müssen Arterien flexibel, stark, jedoch vor allem frei von Engpässen sein. Das Rauchen hat allerdings eine entgegengesetzte Wirkung.

 

Die gute Küche braucht aber natürlich doch nicht gleich ganz in Vergessenheit geraten, aber die heißhungrig verzehrten fetten Speisen und Choles-terinbombem hinterlassen Spuren an den Gefäßwänden, und wenn wir zudem auch noch öfters mal eine rauchen, dann werden diese „verschmutzten“ Gefäßwände weiter geschwächt. Die sich in den Blutgefäßen angesammelten Fettstoffe werden die Blutströmung blockieren, und das Endergebnis wird ein Herzinfarkt oder eine Gehirnblutung sein – verursacht von einem Pfropfen, der sich in einem  schwachen, eventuell rissigen Blutgefäß eingenistet hat. Die Reinigung der Arterien ist also nicht nur der Schlüssel eines gesunden Kreislaufes, sondern auch das Geheimnis eines langen und gesunden Lebens. Es gibt zum Glück auch Speisen und Getränke, die die Arterien stärken und ihre Reinhaltung unterstützen.

1. Grapefruit

Grapefruit enthält besonders gesunde Ballaststoffe, die sogenannten Pektine, welche – wie bei Tierversuchen nachgewiesen wurde – die Bildung von Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose), bzw. mit anderen Worten die Ablagerung von schädlichen Stoffen an der Blutgefäßwand verhindern. Aber überhaupt, haben Sie eigentlich mal darüber nachgedacht, woher die Grapefruit ihren Namen hat, wenn der Name in grober Übersezzung „Traubenfrucht“ bedeutet?

 

2. Grüner Tee

Zwar empfiehlt ihn in diesem Monat auch der Chef höchstpersönlich, aber das ist bei Weitem noch nicht alles: dieses gesunde Ge-tränk enthält Procianidine. Diese mit einem nicht gerade alltäglichen Namen gesegneten Elemente sind Erzfeinde von Blutpfropfen, und stärken darüber hinaus noch das Herz und das Gewebe der Aderinnenwände.

 

3. Apfel

Wir können Eva wirklich dankbar sein, dass sie sich nicht um den göttlichen Befehl scherte, und nach einem kleinen Hin und Her die verbotene Frucht anbiss. Besonders grüne und rote Äpfel sind procianidinreich.

 

4. Garbanzo-Bohnen

Diese Bohnensorte aus Asien ist zwar bei uns selten aufzufinden, wegen ihrer wohltuenden Wirkung auf die Adern hat sie aber dennoch einen absolut wohlverdienten Platz auf unserer Liste. Sie enthält nämlich Ballast-stoffe, die dazu beitragen, cholesterinhaltige Gallenflüssigkeit aus dem Körper zu schleusen, und Herz- und Blutgefäßkrankheiten vorbeugen.

 

5. Olivenöl

Wenn wir ausschließlich Olivenöl verwenden würden, so könnten wir – lt. der Studie CARDIO 2000 – das Risiko einer Herzkranz-gefäßerkrankung (Koronare Herzkrankheit) auf die Hälfte reduzieren. Heute wissen wir bereits, dass die im Cholesterin des Olivenöls enthaltenen ungesättigten Fettsäuren weniger leicht oxydieren. Das ist deshalb wichtig zu wissen, weil nur das oxydierte Cholesterin an den Aderwänden haften bleibt.

 

6. Spinat

Wenn wir schon gerade bei der Oxydation des Cholesterins angelangt sind, muss auch die Leibspeise Popeye‘s, der Spinat, unbe-dingt erwähnt werden. Diese zweikeimblätt-rige Pflanze mit ihren sattgrünen Blättern ist nämlich besonders reich an Vitaminen C und A , die ebenfalls ausgezeichnet dazu in der Lage sind, gegen die Oxydierung des Cholesterins gemeinsam aufzutreten.

 

7. Lachs

„Winziger Lachs schwimmt in einem Bach, winziger Lachs jagt nach dem unmöglichen Traum“ singt Tom Green in dem Film „Road Trip“ und ahnt dabei wahrscheinlich gar nicht, dass dieser Fisch mit seinem delikaten rötlichen Fleisch besonders reich an Omega-3-Fettsäuren ist, die das Entstehen von Blutpfropfen und die Oxydation des Cholesterins verhindern – ähnlich wie der Spinat.

 

8. Tomaten

Um die Zahl der verwendeten Fremdwörter zu erhöhen, können wir im Zusammenhang mit den Tomaten noch einen neuen Namen lernen, und zwar das Lycopin. Es ist ebenfalls ein Antioxidans, dessen Bedeutung (jetzt, wo wir alles oben beschriebene sowieso schon wissen) flott abzuleiten ist. Es ist aber kein Zufall, dass wir so viel über die Oxydation sprechen, denn dieser Vorgang ist einer der Hauptrisikofaktoren für Herz- und Blutgefäßerkrankungen ist.

 

9. Roter Mangold

Der für seine antioxidative Wirkung bekannte und an E-Vitaminen reiche rote Mangold, der auch als Blattrübe bezeichnet wird war zwar im Mittelmeerraum schon lange vor unserer Zeitrechnung verbreitet, aber mittlerweile ist er aus Europa fast verschwunden. Seine allernächste, in unseren Breiten bekanntere Verwandte ist die Rote Beete, wobei die Verwandtschaft nicht nur auf dem gemeinsamen Vitamin-E-Gehalt beruht, sondern auch biologisch betrachtet nachweisbar ist. Das Arteriosklerose-Risiko  kann durch regelmäßigen Verzehr von Mangold wesentlich verringert werden.

 

10. Knoblauch

Zum Schluss sprechen wir ein bisschen über den absoluten Jolly Joker, über den bösesten Feind der Blutgefäßerkrankungen. Als Gegenleistung für den langanhaltenden,  unangenehmen Mundgeruch, fördert Knoblauch einerseits die Produktion von Nitrogen-Monoxyd, was die Gefäßwände beruhigt und entspannt, und andererseits die Kalkablagerungen an der Koronararterie verhindert, die sonst die ersten Zeichen für die Ablagerung von schädlichen Substanzen darstellen. Ein Forscher der Universität für Pharmazie in Berlin, mit dem unaussprech-baren Namen Professor Güautnter Siegel bewies durch sein Forschungsprojekt, dass Knoblauch bereits das Entstehen schon von kleinsten Fettpfropfen verhindert und die Größe von bereits anwesenden Pfropfen um 20% verringert. Es ist fast schon überflüssig zu erwähnen, dass die kleinen Zehen im Inneren randvoll mit Antioxidantien gefüllt sind.

Neben den oben genannten Nahrungsmittel, tun den Adern eigentlich alle Gemüse- und Obstarten gut – vielleicht mit Ausnahme der im Spritzverfahren hergestellten spanischen Kunst-Erdbeeren -, aber es gibt halt einige Typen unter ihnen, die an den Hauptverkehrsstraßen unseres Organismus mit einem unvergleichlichen Waffen-Arsenal gegen die uns gefährdenden Krankheiten kämpfen. Wir als Grasfans oder sogar sogar als einfache Raucher sollten uns nämlich darüber im Klaren sein, dass Rauchen nicht im Geringsten gesund, sondern ganz im Gegenteil geradewegs schädlich ist! Wenn wir uns ein wenig darum bemühen würden, diese nachteiligen und schädlichen Einflüsse möglichst gering zu halten, dann könnten sich nicht nur unser Organismus sondern auch unser Gewissen sauber und rein fühlen. Wir empfehlen also Lachsschnitten mit in Olivenöl geröstetem Knoblauch und Garonzo Bohnen, in frischen Spinatblätterkelchen, mit Tomaten- oder Rote-Beete-Salat.

K.H. Mint