CBD in der Versorgung von Hunden

Michael Fasmans Hund Hudson versucht auch im hohen Alter von zwölf Jahren ein normales Leben zu führen. Leider haben ihm Arthritis und die amputierten Zehen in letzter Zeit viele Schwierigkeiten und Schmerzen bereitet. In Kalifornien, wo Herr und Hund leben, verfügen Tierärzte nicht über die Erlaubnis, Tieren Cannabis zu verschreiben. Als Hudsons Tierarzt nur noch schmerzstillende Mittel empfehlen konnte, lehnte Fasman ab, da sie den Hund außer Gefecht setzten. Er begann nach Alternativen zu suchen und entdeckte Cannabidiol, ein Cannabisextrakt, das nur CBD enthält und frei von psychoaktiven Wirkungen ist. Fasman gab Hudson am nächsten Tag ein paar Tropfen in sein Futter. Diese Behandlung machte ihn zu einem glücklichen Hund. „Er hat sich nicht verändert, aber sein gutes altes Ich ist zurückgekehrt.“

Auch Lynne Tingle gibt älteren Hunden in einem Tierasyl Cannabis. Über die Ergebnisse sagt sie: „Man sieht den Unterschied in ihrer Stimmung. Sie haben keine Schmerzen, deswegen sind sie glücklich und können sich besser bewegen. Sie bekommen eine neue Chance im Leben.“ Die Anwendung von CBD zeigt eine Parallele bei Menschen und Haustieren: In beiden Fällen ist sie gesetzeswidrig. Auf der Bundesebene der USA betrachtet das Gesetz Cannabis noch immer als illegalen Stoff, weswegen nur wenige Forschungen durchgeführt wurden, um Vorzüge und eventuelle Nebenwirkungen zu erkennen. Wegen der fehlenden Forschungen und der unbekannten Wirkungen befürworten Tierärzte den Gebrauch von Cannabis zur Behandlung von Krankheiten bei Haustieren nicht. Ken Pawlowski ist der Vorsitzende der kalifornischen Tierarztvereinigung. Er kennt die zunehmende Tendenz von TierhalterInnen, bei der Behandlung Cannabis einzusetzen. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Tierhaltern, aber wir haben keine Antwort.“