Cannabiskonzentrate: Auf das richtige THC-CBD-Verhältnis kommt es an

Die meisten PatientInnen sind mit 5- bis 10-prozentigen Cannabisöltinkturen, von denen sie täglich ein bis zehn Tropfen einnehmen, sehr zufrieden. Doch bei schweren Leiden wie Spastiken, chronischen Schmerzen oder Krebs kommt es bei der Einnahme von Cannabisöl auf das richtige Verhältnis von Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) an.

„Patientenberichte zeigen, dass einzelne Krankheitsbilder mit unterschiedlichen THC-CBD-Verhältnissen bekämpft werden müssen“, sagte Toni Straka vom Hanf-Institut. So würden Krebskranke Konzentrate mit einem THC-CBD-Verhältnis von 3:1 oder 1:1 bevorzugen, während bei spastischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen oft 1:2 die bevorzugte Mischung ist.

Reinheit und Cannabinoidgehalt von Cannabisölen, oft Rick-Simpson-Öl (RSO) genannt, können nur im Labor einwandfrei festgestellt werden. Farbe, Geruch und Konsistenz lassen keine Rückschlüsse über die Reinheit zu.

Neue Extraktionsmethoden erlauben die Herstellung von Konzentraten mit bis zu 95 Prozent Reinheit; damit stellen sie herkömmliches, durch Alkoholextraktion gewonnenes RSO mit einer Reinheit von etwa 40 Prozent deutlich in den Schatten.

Im deutschsprachigen Raum ist Cannabisöl immer noch dem Suchtmittel- oder Betäubungsrecht unterstellt. Auf dem Schwarzmarkt kursieren Preise zwischen 50 und 150 Euro pro Gramm, wobei die Qualität leider meist ungeprüft ist.

 

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