Cannabis als Zusatzspeise

Roh verzehrt am wirkungsvollsten

Vielen Kranken verhilft rohes Cannabis zu einer neuen, erträglicheren Lebensqualität. Cannabis lässt sich schon lange bei der Behandlung fast aller Krankheiten einsetzen.

 

Der Verzehr von rohem Cannabis heilt wegen seines Gehalts an fitocannabinoiden Säuren sehr viele Krankheiten und verzögert das Altern. Cannabinoide sind im Saft des rohen Cannabis in großer Konzentration enthalten; ebenso in seinen Blüten und Trieben und überraschenderweise auch in seinen Sprossen.

Bei Regina Nelson beendete der Hanf einen schmerzhaften Krankenhausaufenthalt. Nach einer Operation, bei der zwei Meter ihres Darms entfernt worden waren, wurden die Bauchschmerzen unerträglich. Im Mai letzten Jahres bekam sie einen Viertelliter Cannabissaft mit der Anweisung, ihn bis zum nächsten Morgen zu trinken. Als sie aufwachte, war der Schmerz, der sie jahrelang gequält hatte, verschwunden. Nach der Operation hatte sie stark abgenommen und in den Monaten danach mit schwerem Brechreiz gekämpft. Deshalb hatte es sie überrascht, dass sie am Morgen jenes Tages feste Nahrung zu sich nehmen konnte. Ihre Blutarmut war schon zu einem Risikofaktor geworden. Regina äußerte ihrem Arzt die Hoffnung, dass das rohe Cannabis diesen Prozess umkehren würde und sie nicht mehr zu den Transfusionen ins Krankenhaus werde kommen müssen. Zwischen den Untersuchungen, von Mai bis Juni, verquirlte sie etwas Cannabissaft mit Eis und Spinat im Mixer und trank die Mixtur. So eine schnelle Besserung bei Blutarmut hatte der Arzt noch nie gesehen. Das rohe Cannabis hatte die Anämie normalisiert und bei der Patientin einen gesunden Eisenpegel hergestellt. „Sie stand am Rande des Todes”, kommentierte ihr Lebensgefährte Mark Pederson die Situation.

Auch Dr. William L. Courtneys Ehefrau Kristen wurde durch das Cannabis gerettet. Wegen ihrer persönlichen Krise setzte der Arzt all seine Kraft und Zeit daran, Hanfpflanzen zu untersuchen. Und er stieß auf interessante Fakten: “Die Cannabinoide verringern die Gefahr eines Herzinfarkts um 66%; zu 58% das Auftreten von Diabetes, und sie schützen vor Krebs”, sagt er. Dr. Courtney führt an der Michigan University ausgedehnte Studien durch. Er ist auf Gerichtsmedizin spezialisiert, hält aber gegenwärtig Fortbildungsmaßnahmen über die klinische Wirkung von Cannabis ab. Dr. Courtney ist Präsident der Association Luxembourgeoise des Méthodes Préventives, die mit erwärmtem Cannabis arbeitet. Daneben setzt er sich für die Einrichtung eines medizinisch-analytischen Laboratoriums in Kalifornien ein.

 

Über 40 ist der Verzehr Pflicht

Nach seiner Erfahrung wäre der Verzehr von Cannabis (250-500 mg Cannabinoidsäure, d. h. Konsum von THC-Säure) bei jedem über 40 Jahre angezeigt. Über die Nutzung von hoch dosiertem, nicht psychoaktivem Cannabis in der Ernährung hielt er zahlreiche Vorträge: an der Bonner Universität im Juni 2010, an der Hebrew University of Jerusalem im November 2010 und auf der internationalen Konferenz der Cannabinoidforscher in Chicago im Juli 2011. Dr. Courtney behauptet: “Wenn wir die Pflanze erhitzen, tritt als Ergebnis der Carboxylierung der THC-Säure eine bewusstseinsverändernde Wirkung ein. Wenn wir sie nicht erwärmen, können wir 5.000-6.000 mg zu uns nehmen, können es also beim antioxydativen und neuroprotektiven Niveau sogar bis zu mehreren hundert Milligramm steigern. Beim Konsum von nicht psychoaktiven THC-, CBD- und CBG-Säuren können wir sogar bis zu 500-1.000 mg gehen, im Gegensatz zu max. 10 mg psychoaktivem THC im Falle des Erwärmens. “Es ist ein gutes Gefühl, wenn jemand berichtet, dass er Schmerzmittel oder entzündungshemmende Medikamente abgesetzt hat, die Blutungen der Speiseröhre oder Leberschäden verursachten.“


Warum sollten wir jemanden der Möglichkeit berauben, Geschwüre oder die Zuckerkrankheit zu verhüten? Dr. Courtneys erfolgreichste Kranke ist seine Ehefrau Kristen. “Wenn ich den Saft trinke, spüre ich, dass ich aufmerksamer und wacher werde. Ich bekomme besser Luft. Ich habe weder Sodbrennen noch Magenschmerzen, spüre keine Schmerzen in der unteren Rückenhälfte oder im kleinen Becken. Ich glaube, die antimykotischen [und antibakteriellen] Komponenten im CBN und in der THC-Säure (nur im nicht erwärmten Stoff!) und die übrigen Cannabinoide sind alle nützlich. Aber wichtiger ist noch, dass alle Komponenten zusammen das beste Ergebnis bringen. Ich überlegte, wie es sein kann, dass keiner davon weiß. Ich spürte, dort und damals, dass ich meinen Lebensschwerpunkt darauf verlagern muss, anderen zu helfen und allen mein Wissen zur Verfügung zu stellen.”

Als die gebürtige Schwedin Kristen Peskuski erkrankte, nahm sie auf Anraten ihres Mannes frischen Cannabissaft. Sie hatte lange unter Systemischem Lupus Erythematodes (SLE), rheumatischen Gelenkentzündungen und Endometriosis gelitten, bis sie begann, den Saft zu trinken. Ihre Arbeitsjahre in der Planung von Forschungsanordnungen und in der Statistik halfen ihr, die Kluft zwischen Kranken und Ärzten zu überbrücken. Letzten Sommer hielt sie – wie ihr Ehemann – sehr erfolgreich Vorträge in Schweden und Deutschland über den Gebrauch von flüssigen Heilmitteln aus Cannabisblättern. Dieses Jahr hielt sie während ihrer Schwangerschaft einen Vortrag über den Gebrauch von Cannabis auf dem internationalen Kongress “Cannabis als Medizin” in Illinois. Kristen ist Mitbegründerin der “Cannabis International Foundation”, die sich dafür einsetzt, dass die UNO-Vereinbarung über die Einschränkung des Cannabisgebrauchs zurückgezogen wird und die Therapiepatienten weltweit Zugang zu der Pflanze erlangen.

Lebensmittel, Heilmittel und endogene Substanz

Das Endocannabinoidsystem reguliert die Prozesse im Körper auf Zellebene. Wie Dr. Courtney erklärt: “Auch der Organismus produziert endogene Cannabinoide. Die Endorphine sind endogene (also im Organismus entstandene – der Red.) Morphinmoleküle. Nun, auf die gleiche Weise stellt der Organismus auch Cannabinoide her. Es geschieht mehrere Millionen Male täglich, dass die Zellen sich trennen und zu solchen Zellen werden, für die eigentlich kein Bedarf bestünde. Dann sagt das Immunsystem den Zellen: ‚Hallo, da habt ihr ziemlich überhandgenommen, da muss man euch ein bisschen zurückstutzen! Wir haben genügend Nierenzellen oder Muskelzellen, wir brauchen keine mehr.‘ Das Immunsystem ist darauf vorbereitet, aber wir können seine Arbeit unterstützen. Genau das machen die Cannabinoide… ganz gleich, von welchen Cannabinoiden wir sprechen. Das können die endogenen (körpereigenen) oder die von einer Pflanze stammenden (also körperfremden), die so genannten exogenen Cannabinoide sein.” Ob wir vom menschlichen Körper oder von der Chemie einer Pflanze sprechen, ihre Rolle ist die gleiche: Sie beeinflussen die Funktion des Immunsystems. Weiterhin sagt Dr. Courtney: “Das Cannabinoid ist ein Modulator, der die optimale Funktion des Körpers gewährleistet. Das macht diese Pflanze. Sie ermöglicht die normale Funktion des Körpers.“

Das Cannabis enthält solche essenziellen Stoffe, die wir nicht herstellen können: essenzielle Cannabinoidsäuren, essenzielle Fettsäuren, essenzielle Aminosäuren und Faserstoffe. Dr. Courtney bekräftigt das: “Der rohe Verzehr von Cannabis ist die einzige Art, das Maximum aus der Pflanze herauszuholen.”

Sei die Pflanze nun Sativa, Indica oder Ruderalis, regulär, feminisiert, Hermaphrodit, autochton, wildwachsend oder gezogen – die in ihr vorhandenen Faserstoffe, die Cannabinoide, das Delta-9-THC, Delta-8-THC, CBD, CBD-Säure, CBG, CBC, CBN, die Terpene – sind das beste Mittel, um Tumorkrankheiten einzudämmen. Männliche und weibliche Cannabispflanzen verfügen während der gesamten Entwicklungsphase über ein ähnliches Potenzial an Cannabinoiden. “Besonders wichtig ist es zu wissen, dass die CBDA, die CBD-Säure also, ein wirksames Antibiotikum ist. Wenn wir sie in den Tee geben, erhitzen, verdunsten oder rauchen, baut sich das Cannabinoid in ihnen um und sie verliert ihre antibiotische Wirkung. Unter weiterer Hitzeeinwirkung steigt der THC-Gehalt.” Menschen, die unter Bluthochdruck leiden, Empfängnisverhütung anwenden oder Mittel gegen Epilepsie, antipsychotische Mittel oder Herzmedikamente einnehmen, müssen deshalb mehr Cannabis konsumieren, damit ihr Körper sich mit Cannabinoiden füllt. Die Patienten sagen, dass der Hanfsaft den Blutdruck innerhalb von zwei Stunden um durchschnittlich 10 Punkte senkt. An Gelenkentzündungen Leidende können schon nach einer Nacht die wohltuende Wirkung einer Kompresse spüren.

Cannabis ist also als Lebens- und Heilmittel am besten in frischem Zustand zu konsumieren. Abhängig von der Erkrankung wäre täglich mindestens eine Blüte roh zu verzehren, dazu sechs bis acht grüne Blätter.

Der Ernährungsexperte David Wolfe sagt: “Die Hanfblätter enthalten Siliziumdioxid und Faserstoffe in hoher Prozentzahl. Auf der einen Seite ist das Blatt glatt, auf der anderen kratziger, so reinigt das verzehrte Blatt über die Speiseröhre die Därme mit ein wenig Reibewirkung. Da der Saft der Pflanze sauer und schwefelig ist, verdünnen ihn viele mit Obst- oder Gemüsesaft, beispielsweise Karottensaft. Das rohe Cannabis ist nicht psychoaktiv und unterstützt die Selbstregulierung des Körpers. Deshalb sage ich jedem Patienten, dass es wichtig ist, die Pflanze regelmäßig täglich zu sich zu nehmen.”