CANNABIONIDE IN DER KREBSFORSCHUNG

Die zwei Hauptwirkstoffe des Marihuanas, THC und CBD (Cannabionide) verfügen vermutlich über Eigenschaften, die bei der Krebsbehandlung wirksam sein könnten – so die Forscher des Forschungsinstitutes „California Pacific Medical Center” in San Francisco.

 

Während das THC und sein biologischer Wirkungsmechanismus heute recht gut erforscht sind, gibt es um die biochemischen Eigenschaften des CBD herum immer noch zu viele Fragezeichen. Bei klinischen Untersuchungen hat sich bereits herausgestellt, dass es schmerz- und entzündungshemmend wirkt – und diese Tatsache wird von mehreren zehntausend medikamentierten Patienten unterstützt. Mc Allister und sein Forschungsteam versuchten jedoch nun, mit diesem Stoff Tumore zu behandeln.

McAllister zeigt sich zuversichtlich: „Das Molekül passt nicht exakt zu den bereits bekannten menschlichen Rezeptoren, zu welchen das THC passt. Vorläufig können wir die Mechanismen, die ermöglichen, dass das Molekül dieselbe Systeme moduliert, noch nicht genau verfolgen, jedoch liegt uns zumindest bereits eine signifikante Menge an Daten vor“– so McAllister, der sich zurzeit mit der Frage beschäftigt, wie CBD das Gen Id-1 angreift, welches eine Schlüsselrolle für das Überleben der Krebsmoleküle spielt. „Metastasen bilden sich erst dann, wenn die Krebsmoleküle sich das Gen Id-1 einverleiben. Wenn wir dieses Gen eliminieren oder zumindest blockieren könnten, würde sich der Krebs – nach unserer Hypothese – nicht weiter verbreiten” – fügte er hinzu.

Einer der größten Vorteile der untersuchten Cannabionidmoleküle liege darin, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Antikrebsmitteln nicht giftig seien. Der Leiter der Forschungsgruppe betonte auch, dass mit diesen natürlichen Ingredienzien die Gefahr der Überdosierung quasi ausgeschlossen sei.