Bundesagentur für Cannabis Feb11

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Bundesagentur für Cannabis

Bisher konnte man von den Christdemokraten keinen positiven Schritt beim Cannabis erwarten, und jetzt sowas: Nach einer Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums soll der Cannabis-anbau und -handel im Interesse der unter schweren Krankheiten Leidenden unter staatliche Kontrolle gestellt werden. In einem ersten Schritt würde es den unter schweren Krankheiten Leidenden ermöglicht, Cannabis auf Rezept zu beziehen, wobei die Krankenkassen einen Teil der Kosten übernähmen. Das ist ein gewaltiger Schritt, auch wenn das Gesetz den bequemeren Anbau zu Hause nicht gestattet. Das Programm für medizinisches Marihuana ist in Deutschland nicht vollkommen neu, gegenwärtig können insgesamt 400 PatientInnen, hauptsächlich solche mit Krebs im Endstadium, Cannabis erhalten, aber nur auf eigene Kosten. Aus Holland importiertes Cannabis ist durch den Zoll teurer als auf der Straße. Nach dem neuen Regulierungsplan erhält ein weiterer Patientenkreis Cannabis, welches der deutsche Staat anbauen und kontrollieren würde. Dadurch würde gesicherte Qualität schneller, billiger und mit staatlicher Förderung an die Kranken weitergegeben.

Anfang 2015 schlug die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler vor, dass die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für verschriebenes Cannabis für chronisch Kranke und unter schweren Schmerzen leidende PatientInnen übernehmen sollten. „Unser Ziel ist es, dass in Zukunft mehr Menschen Cannabis als Medizin bekommen können“, sagte Mortler im Februar. „Wir wollen noch dieses Jahr das Gesetz durch den Bundestag bringen, damit es ab nächstem Jahr greift.“ Obwohl der Plan bis Ende 2015 nicht angenommen wurde, ist alles vorbereitet und bedarf nur noch der Überprüfung des Kanzleramts, damit in den nächsten Monaten über die Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes abgestimmt werden kann. Vorläufig ist nicht absehbar, ob die Zielvorgabe 2016 für die Umsetzung des Gesetzes realistisch ist.