Billigung des Senats

Obwohl es in den USA von Jahr zu Jahr besser um die Anerkennung der medizinischen Anwendung von Cannabis bestellt ist, setzt die Gegenlobby alle Hebel in Bewegung, um diesen Prozess einzudämmen. Daher stellt es ein bedeutsames Ereignis dar, dass der amerikanische Senat nun zum ersten Mal eine Gesetzesänderung guthieß, die den Ärzten des Kriegsveteranenministeriums erlaubt, die Anwendung von Cannabis zu befürworten.

Pillem eines VeteranenDie mit 18 zu 12 Stimmen beschlossene Änderung kann natürlich nur in jenen Staaten in Kraft treten, in welchen Marihuana auf Rezept erhältlich ist. „Veteranen, die in Staaten mit medizinischem Marihuana leben, gebührt die gleiche Behandlung wie jedem anderen Bürger, daher haben sie ein Recht, mit ihren Ärzten über die Anwendung von Marihuana zu reden, sofern es medizinisch angezeigt ist“, erklärte im Zusammenhang mit der Entscheidung Michael Collins, der Geschäftsführer der Drug Policy Alliance. „Sie haben dem Vaterland treu gedient, daher ist es das Mindeste, dass wir ihnen den offenen Dialog mit den Ärzten erlauben.“ Die Modifizierung unterstützen auch der republikanische Senator von Montana, Steve Daines, und Jeff Merkley, der demokratische Senator von Oregon. Die bisherige Regelung für die Veteranen verbot den medizinischen Dienstleistern ausdrücklich, die Patienten auf das staatliche Medizinalcannabisprogramm aufmerksam zu machen.

Neben den Dienstleistungen des Kriegsveteranenministeriums existieren zahlreiche medizinische Programme des Bundes, zum Beispiel Medicaid, Medicare und CHIP, von welchen keines verbietet, dass Ärzte die Verwendung von Cannabis vorschlagen. Die Veteranen sind wahrscheinlich in größtem Maße von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) betroffen, die oft von Kriegstraumata herrühren. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigt, dass mehr als zwei Drittel der PTSD-Patienten ihre Symptome durch die Anwendung von Cannabis reduzieren konnten.