Auf Einen Zug 3

Erinnerungen

Bei Ratten, die traumatische Erlebnisse durchgemacht haben, lässt Cannabidiol (CBD) erfolgreich die unangenehmen Erinnerungen verblassen. Brasilianische Forscher haben festgestellt, dass sich durch den Einsatz von CBD auf lange Sicht aus schlechten Erfahrungen resultierende Ängste auslöschen lassen, die an bestimmte Erinnerungen oder Situationen gebunden aktiviert werden.

 

Appetitzügler

Während Cannabinol (CBN) durch die Reizung des CB1 Rezeptors den Appetit der untersuchten Ratten steigerte, senkte im Rahmen einer entsprechenden Untersuchung Cannabidiol (CBD) die Gesamtmenge des verzehrten Futters beträchtlich. Ein dritter Bestandteil des Cannabis, das Cannabigerol (CBG) beeinflusst allerdings das Essverhalten überhaupt nicht.

 

Essstörungen

Deutsche Forscher haben Frauen untersucht, die an Magersucht und Bulimie leiden – zudem wurden Patientinnen, die auch zu Selbstverstümmelung neigen untersucht. Im Zuge der Untersuchung wurde ein niedrigeres Funktionsniveau des CB1-Rezeptors festgestellt als bei den übrigen Patientinnen mit Essstörungen.

 

Epilepsie

Bei zwei verschiedenen Arten von Epilepsie-Anfällen, die man an Tieren modellierte, setzte man Cannabidiol (CBD) ein. Bei den an experimentell induzierter Epilepsie vom Typ Pilocarpine und Penicillin erkrankten Tieren traten nach CBD-Gaben die schlimmsten Anfälle seltener auf und auch die damit verbundenen krampfartigen Zuc-kungen konnten reduziert werden.

 

Systemische Sklerose (Sklerodermie)

Die systemische Sklerose (SSk) ist eine Autoimmunkrankheit, bei der sich eine schädliche Menge an Kollagen in der Haut und in den inneren Organen ablagert. Italienische Forscher haben bewiesen, dass die Ajulemische Säure (AJA) – ein synthetischer Cannabinoid-Abkömmling – das Fortschreiten der Bindegewebeverhärtungen (der krankhaften Veränderung der Bindegewebezellen) im Organismus der an  systemischer Sklerose erkrankten Mäuse bremst.