Abschied von den Medikamenten

Neuen Untersuchungen zufolge benutzen mehr Frauen CBD-(Cannabidiol)-Produkte als Männer und setzen während der Anwendung mit hoher Wahrscheinlichkeit die herkömmlichen Medikamente ab. Die Brightfield Group und HelloMD untersuchten 2.400 Personen einer 150.000 Mitglieder zählenden Community, um den Gebrauch von CBD-Produkten und ihre Wirksamkeit zu untersuchen. Das Forschungsfeld bildete die HelloMD-Online-Community, die ÄrztInnen und CannabispatientInnen umfasst. Mit Unterstützung der Brightfield Group wurden Konsummodelle und Nachfragetendenzen untersucht, um mit genauen Angaben über den CBD-Gebrauch aufwarten zu können. Im Ergebnis der Studie sind 55 Prozent der CBD-KonsumentInnen Frauen. Männer hingegen bevorzugten Präparate mit hohem THC-Gehalt. Nach Dr. Perry Solomon, Chefarzt von HelloMD sei der häufigste Grund für den CBD-Konsum die Behandlung von Schlaflosigkeit, Depressionen, Angststörungen und Muskelschmerzen. 42 Prozent der CBD-KonsumentInnen behaupten, die herkömmlichen Medikamente abgesetzt zu haben, beispielsweise die Einnahme rezeptpflichtiger Schmerzmittel. 80 Prozent von ihnen halten die Produkte für „außerordentlich wirksam“. Nur bei 3 Prozent erwiesen sie sich als unwirksam oder nur wenig wirksam. Die ProbandInnen bevorzugten das Vaporisieren, es folgten die traditionellen Cannabisblätter oder Blüten, während die essbaren Produkte auf dem dritten Platz rangierten. Zwischen 20 und 80 Dollar geben die KonsumentInnen monatlich für CBD-Produkte aus. Dr. Solomon stellte fest, dass PatientInnen, die vaporisieren, schneller die CBD-Wirkung spürten als jene, die sie in essbaren Produkten zu sich nehmen. Das Vaporisieren wirke am besten, wenn man nicht einschlafen kann, wenn man jedoch nicht durchschlafen kann, seien die essbaren Produkte die beste Wahl. Die überaus bedeutsame Untersuchung zeige, dass die CBD-Produkte für die KonsumentInnen von unschätzbarem Wert seien.